Die evangelikale Liebe zur Steinzeit-Familie


DerverzweifelteJesusAm Familienpapier der EKD lässt sich beobachten: „Dem Absturz der Dogmatik in der Theologie folgte auch der Absturz der Ethik“.

Von Hartmut Steebkath.net

Zunächst ein herzliches Danke für die Einladung und das Willkommen hier in Ihrer Runde. Ich gratuliere zum 10-jährigen Bestehen des Netzwerks, das ja Anfang 2004 an den Start ging. Ich habe das aus der benachbarten baden-württembergischen Provinz mit hohem Interesse und hoher Sympathie betrachtet. Danke für Ihr Engagement. Wenn es das Netzwerk noch nicht gäbe: Man müsste es heute gründen.

„Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“, so heißt die als „Orientierungshilfe des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland“ im Sommer 2013 herausgegebene Schrift. Man muss nicht lange raten, dass diese sogenannte Orientierungshilfe sicherlich dabei Pate gestanden hat, dass Sie im Netzwerk bekennender Christen in der Pfalz dachten, jetzt ist es Zeit, sich mit dem Thema der Familie zu befassen. Und Sie haben natürlich Recht! Denn diese Des-Orientierungshilfe ist tatsächlich ein Alarmzeichen, wie es um die Evangelische Kirche in Deutschland steht und dass es nicht nur eines Reformationsgedenkens 2017 bedarf sondern einer Neubesinnung auf die biblischen und reformatorischen Grundsätze. Ich sehne mich mit Ihnen nach einer wirklichen Reformation der Evangelischen Kirchen in unserem Land, nach einer Neuorientierung an den reformatorischen Grundsätzen, dem vierfachen „Allein“, nach einer tiefgreifenden Erneuerung und Erweckung. Dazu wäre natürlich viel zu sagen. Denn es ist klar: Erneuerung und Erweckung braucht eine neue Konzentration auf Jesus Christus, ein frohmachendes Christuszeugnis in Wort und Tat und ein Hören auf Gottes Wort und Ernstnehmen seines Willens. Danach würde sich dann auch die Ethik, unseres Lebensstil orientieren und so könnten wir zu Licht und Salz werden. Wir sind uns also gewiss dessen bewusst, dass das notwendige wichtige Ringen um die Fragen nach der Familie sich mit den Folgen des christlichen Glaubens beschäftigt, nicht so sehr mit den Grundlagen. Und dass wir heute auch von Seiten der Kirchen so wenig hilfreiche Orientierung in ethischen Fragen erfahren, ist die Folge der Grundlagenkrise christlichen Glaubens in unserem Land und in unserem Volk. Einfach ausgedrückt: Dem Absturz der Dogmatik in der Theologie folgte auch der Absturz der Ethik. Gerade das wird in der EKD-Schrift deutlich: Sie erfüllt nicht das Mindesterfordernis an ernsthafte Beschäftigung mit der Bibel. Nicht die Zeitmeinungen und Zeitströmungen werden dem biblischen Wort hingehalten und auf ihre bleibende Tauglichkeit hin überprüft, sondern man meint, biblische Grundsätze nach den Vorstellungen unserer Zeit beurteilen und auslegen zu müssen. Dabei geht der Ratsvorsitzende der EKD dann in seinem Bericht vor der EKD-Synode im vergangenen Herbst soweit zu sagen:

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