Völkermord mit Ansage


Kurden-Kämpferinnen, Bild: FOCUS ONLINE/bearb.BB
Kurden-Kämpferinnen, Bild: FOCUS ONLINE/bearb.BB
Die IS-Miliz macht keinen Hehl daraus, wie sie mit Jesiden verfährt, die nicht geflüchtet sind. Anderen Minderheiten ergeht es kaum besser.

Von Daniel Baxtaz.de

Die mediale Fixierung auf die belagerte Stadt Kobani trägt bizarre Züge. Denn wenn es nur um die dort ausharrenden Menschen ginge, könnte man diese vermutlich relativ leicht aus der Stadt evakuieren, die so nahe an der Grenze zur Türkei liegt. Doch ihre Verteidiger sehen den Traum von einem kurdischen Autonomiegebiet in Syrien schwinden, sollte Kobani in die Hände der Dschihadisten fallen. Und für die IS-Milizen wäre es ein riesiger Propagandaerfolg, könnten sie ihre schwarze Fahne über der Stadt hissen, die sie im Netz schon in Ain al-Islam, also „Quelle des Islam“ (und nicht al-Arab, „der Araber“) umgetauft haben. Der französische Präsident François Hollande nennt Kobani deshalb „eine Märtyrerstadt, eine symbolische Stadt“.

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