Erst Korane verteilt, dann für Allah in den Krieg


Foto: YouTube/Screenshot: Die Welt Ein Video-Screenshot von Ahmet C. Der deutsche Salafist verteilte noch im Frühjahr Korane in Wuppertal – später reiste er für den Dschihad in den Irak aus
Mehr als 1,4 Millionen Korane haben Salafisten bislang in Deutschland verteilt, um für ihre radikale Auffassung des Islam zu werben. So mancher Koran-Verteiler zieht später in den Dschihad.

Von Florian FladeDIE WELT

Ahmet C. kann es kaum fassen. Gerade hat ihm eine ältere Dame 40 Euro geschenkt. Eine Nichtmuslima spendet für den geschenkten Koran! „Zwei 20er-Scheine. Subhanallah.“ Im Frühjahr 2014 steht Ahmet C. in der Fußgängerzone von Wuppertal. In seinen Händen hält er Korane mit goldener Verzierung, die er an Passanten verteilt. Der 21-jährige Deutschtürke trägt ein weißes T-Shirt. Darauf steht: „Lies! Im Namen deines Herrn, der dich erschaffen hat.“

„Lies!“, so heißt die umstrittene Koranverteilaktion. Fundamentalistische Muslime, sogenannte Salafisten, verschenken seit einigen Jahren deutschlandweit Korane in deutscher Sprache. In Fußgängerzonen, auf Marktplätzen, an U- und S-Bahnhöfen, vor Einkaufszentren, auch auf Schulhöfen und an Gefängnissen. Zuletzt am vergangenen Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse.

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