Religiöser Fanatismus: „Die 72 Jungfrauen im Paradies sind eine Chiffre“


Ein verschleierte Muslima filmt die Rede von Salafistenprediger Pierre Vogel bei einer Kundgebung radikaler Muslime im Juni in Offenbach. (BILD: imago/epd)
Christoph Grotepass ist Sektenexperte in Nordrhein-Westfalen. Im Interview spricht er über religiöse Fanatiker, die Verführung junger Menschen durch Islamisten und jenen Punkt, an dem besorgte Eltern tätig werden müssen.

Von Mira GajevicMitteldeutsche Zeitung

Bei Sekten denkt man an Scientology oder Gurus, die junge Menschen in ihren Bann ziehen. Inzwischen beschäftigen sich Beratungsstellen wie die Sekten-Info Nordrhein-Westfalen aber nicht mehr nur mit Opfern von Psychogruppen. Ihre Expertise ist auch gefragt, wenn es um junge in Deutschland radikalisierte Islamisten geht.

Herr Grotepass, wie kommt ein in Deutschland aufgewachsener junger Mann dazu, seine Familie töten zu wollen, wenn sie sich gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat stellt?

Indem er bestimmte Werte als absolut setzt und seine Wahrheit über alles andere stellt. Das ist ein durchgängiges Merkmal von religiösen Fanatikern, dass sie ihrer Wahrheit alles andere unterordnen. In Gesprächen mit gemäßigten Muslimen höre ich öfter, dass die Salafisten als Sekte bezeichnet werden. Die streiten das natürlich entrüstet ab, da sie ja meinen, den einzig wahren Islam zu verkörpern. Das wiederum – dass man im Besitz der einzigen Wahrheit ist – hören wir auch von anderen konfliktträchtigen Weltanschauungsgemeinschaften bzw. sogenannten Sekten.

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6 Comments

  1. Da wird Allah aber enttäuscht sein. Er hatte sich so daran gewöhnt die Tausenden Muschies der Musel-Jungfrauen wieder auf ungebraucht umzufriemeln und hat eine eigene Abteilung gegründet um steinalte Nonnen des Christentums mit Botox auf frische Jungfrau umzuspritzen.

    Da soll jetzt alles umsonst gewesen sein, der Typ wird sich zu Tode langweilen

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    1. Wenn es einen Gott geben soll, wer bitte hat dann den Gott geschaffen, der den Gott geschaffen hat der…………….

      Solange das nicht geklärt ist, kann jede Religion ihre frommenewig wahren Mythen als Pfeifentabak rauchen

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  2. Der einäugige Sektenexperte

    Wie kommt denn nur ein in Deutschland aufgewachsener junger Mann dazu, seine Familie für die Gottessache zu verlassen?

    Der Sektenexperte der christlichen Kirche sollte sich bei seinen Ratschlägen bewusst sein, dass er im Glashaus sitzt.

    Erstens hat sein „Lieber Gott“ persönlich die Eltern in die zweite Reihe gestellt:

    „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig …“ (Matthäus 10,37)

    Zweitens zieht sein „Lieber Gott“ laut Bibel de facto sämtliche Register eines äußerst versierten Gurus, als da wären:

    1. Einflüsterung des göttlichen Auserwähltseins
    2. Ausnutzung des Bedürfnisses nach Lebenshilfe und der Klärung individueller Lebenskrisen
    3. Postulieren des weltanschaulichen Alleinvertretungsanspruchs
    4. Verkündung nicht einhaltbarer Heilsversprechen, die Rettung und Erlösung nur denen zuteilwerden lassen, die ihr Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit aufgeben, unter anderem die Freiheit der Weltanschauung
    5. Bestrafung für das Verlassen der Gemeinschaft
    6. Freund-Feind-Denken mit tödlichen Bestrafungen
    7. Erzeugung irrationaler Schuldgefühle und das gleichzeitige Sich-Anbieten als Institution, die helfend zur Seite steht
    8. Gesetzgebung, Rechtsprechung und ausführende Gewalt in einer Person
    9. Nötigungen, Bedrohungen, Volksverhetzung, Mord und Massentötungen

    Drittens sind sein „Lieber Gott“ und der Gott der Muslime immerhin ein- und dieselbe Persönlichkeit. Wie geht Herr Grotepass mit diesen Fakten um?

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