Allahs gierige Räuber


Bild: nationalreview.com
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Die IS-Dschihadisten finanzieren sich aus Plünderungen und illegalem Antiken-Handel. Abnehmer sind Sammler in Europa, inzwischen auch in China und seit einigen Jahren zunehmend in den Golfstaaten.

Von Martina DoeringBerliner Zeitung

In der Ruinenstadt Palmyra, um die antiken Stätten von Ebla, Apamea, Karkemisch oder Rakka reiht sich Erdloch an Erdloch. Dort sind seit Monaten Raubgräber am Werk, die den Boden nach antiken Objekten durchwühlen, zum Teil mit hochmodernem Gerät. In den Tempelanlagen und Resten assyrischer, babylonischer und byzantinischer Herrscher werden Stücke aus Wandfriesen herausgebrochen, Statuen die Köpfe abgeschlagen, Mosaiken großflächig aus dem Boden geschnitten.

Syrien wie der Irak gehören zum alten Kulturkreis Mesopotamien, die Anfänge dieser Kultur reichen tausende Jahre zurück. Und alle Völker, die dort herrschten, haben ihre Zeugnisse hinterlassen: Sumerer, Babylonier, Assyrer. Unter jedem Hügel in der flachen Landschaft befinde sich, so heißt es unter Archäologen, ein Tempel, ein Palast, die Grabstätte eines Königs.

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