Hape Kerkelings Religiotie


Hape Kerkeling: „Gott bleibt für mich bis heute der unsichtbare Komponist einer wundervollen Musik“ Foto: Stephan Pick
„Gott muss phantastisch sein“
Hape Kerkeling hat ein Faible fürs Spirituelle. Das wissen seine Fans spätestens seit dem Bestseller „Ich bin dann mal weg“. In den nun erschienenen Memoiren des Komikers, arbeitet er den Suizid seiner Mutter auf und berichtet, wie diese Erfahrung seinen Glauben geprägt hat.

Von Anna Lutzpro Medienmagazin

„Gott bleibt für mich bis heute der unsichtbare Komponist einer wundervollen Musik“, schreibt Kerkeling in der Autobiografie „Der Junge muss an die frische Luft“. „Nach seiner Musik zu urteilen, muss Gott phantastisch sein, und ich kann keinen einzigen Grund dafür erkennen, warum ich an ihm zweifeln sollte“, bekennt er. Doch wer Kerkelings Buch gelesen hat, erkennt, dass der Komiker durchaus Grund zum Zweifeln hatte. Als Achtjähriger erlebte er mit, wie sich seine Mutter mit Schlaftabletten das Leben nahm. Stundenlang lag er während ihres Todeskampfs neben ihr im Bett, bevor sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wo sie schließlich verstarb. „Also lege ich mich wieder hin, schließe die Augen, falte die Hände und bete starr vor Angst das Vater-unser rauf und runter. Etwas besseres fällt mir nicht ein“, erinnert er sich an die letzten Stunden, die er gemeinsam mit seiner Mutter zu Hause verbrachte.

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