Der Anfang im Ende: Die Wiedergeburt Roms


Peter Heather Die Wiedergeburt Roms Aus dem Englischen von Hans Freundl und Heike Schlatterer Verlag: Klett-Cotta, Stuttgart 2014 ISBN: 9783608948561 32,95 €
Peter Heather
Die Wiedergeburt Roms
Aus dem Englischen von Hans Freundl und Heike Schlatterer
Verlag: Klett-Cotta, Stuttgart 2014
ISBN: 9783608948561
32,95 €
Nach „Der Untergang des Römischen Weltreiches“ (2009) legt der englische Althistoriker Peter Heather nun mit „Die Wiedergeburt Roms“ erneut ein glänzend geschriebenes Buch vor, das über den kulturhistorisch bedeutsamen Transformationsprozess von der Spätantike zum Frühen Mittelalter handelt.

Von Theodor KisselSpektrum.de

Das Thema ist ebenso spannend wie hochaktuell, geht es doch um Globalisierung und Migration. Schon nach wenigen Seiten wird offenkundig: Die Migrationsströme des ersten Jahrtausends christlicher Zeitrechnung sind mit denen der Gegenwart durchaus vergleichbar. Häufiger als politische Verfolgung veranlasste wirtschaftliche Not die Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Das Wohlstands- und Zivilisationsgefälle zwischen den germanischen und slawischen Stammeskulturen einerseits und dem prosperierenden Römischen Reich andererseits setzte eine dynamische Wanderungsbewegung in Gang, die beide Kulturräume nachhaltig veränderte und am Ende ein christliches Europa als neue Einheit hervorbrachte. Als Stabilitätsanker in unruhigen Zeiten erwies sich bald nach der Jahrtausendwende das Papsttum, dessen Stellvertreter Christi auf Erden nach dem Zerfall des Karolinger-Reichs eine neue Art von „Imperium“ schufen, das bis auf den heutigen Tag Bestand hat.

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