China: Todesstrafe soll seltener verhängt werden


Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE
Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE
In China werden mehr Menschen hingerichtet als in allen anderen Ländern der Erde zusammen, allerdings könnte die Zahl bald sinken. Einige Straftatbestände sollen nicht mehr mit dem Tod geahndet werden. Die Zahlen bleiben trotzdem dramatisch.

DER TAGESSPIEGEL

Die Regierung in Peking will neun Verbrechen von der Liste der Delikte streichen, die mit der Todesstrafe geahndet werden können, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei beim zuständigen Ausschuss des Nationalen Volkskongresses eingegangen.

Zu den Vergehen, die nicht länger mit der Todesstrafe geahndet werden sollen, gehören demnach der Schmuggel von Waffen und Atommaterial, Währungsfälschung und betrügerische Geldbeschaffung. Vor allem Hinrichtungen für Finanzdelikte sind in China hoch umstritten, denn für private Firmen ist es oft extrem schwierig, im staatlich kontrollierten Bankensektor an Kredite zu kommen.

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