Spott über Gott


We-Want-IslamDer Kabarettist Dieter Nuhr wird angezeigt, weil er sich über den Islam lustig macht. Doch der Koran steht genauso wenig über dem Grundgesetz wie die Bibel. In einer Demokratie müssen Gläubige Spott über ihre Religion aushalten.

Von Heribert PrantlSüddeutsche.de

Der Kabarettist Dieter Nuhr ist angezeigt worden, weil er über eine Religion, nämlich über den Islam, gespottet hat. Darf er das nicht? Man erinnert sich an die weltweite Erregung, an die wütenden und gewalttätigen Proteste, die vor ein paar Jahren die Mohammed-Karikaturen ausgelöst haben. Natürlich darf der Kabarettist spotten; er darf spotten, selbst wenn er es plumper täte, als er es tut. Der Spott gehört zum Kabarett; der Spott gehört zur Aufklärung; der Spott – auch über eine Religion, über ihre Führer und Heiligen – ist Teil der Meinungsfreiheit, also ein Grundrecht.

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4 Comments

  1. Wie beobachtet Nuhr sehr schar: Das Christentum habe 2000 Jahre auf dem Buckel und sei inzwischen zivilisatorisch geläutert, denn es geriet ins Fegefeuer der europäischen Aufklärung. 😉

    Der Islam sei erst 1400 Jahre alt, argumentiert Nuhr…und vor 600 Jahren brannten bei uns Christenmenschen auch noch „menschliche Fackeln“ der Inquisition…was man an Giordano Bruno exemplarisch festmachen kann. 😉

    Dem Islam aber fallen Allgemeinen Menschenrechte genau so schwer, wie den „aufgeklärten“ Christenmenschen; aber sie setzen sich damit schon länger auseinander….mit mehr oder wenig Erfolg. 😉

    Was man an der fortgesetzten Diskriminierung der Frau festmachen kann?
    😉

    Der Islam muss sich auf diese Karthasis der Aufklärung eben schneller einstellen und die Saudischer KampfSchwerter schneller zu Pflugscharen machen. 😉

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  2. Woher stammt das Foto? Doch nicht aus Osnabrück, oder beherrscht man da unsere Sprache nicht?
    Falls doch, wäre der Kundgabe des Ausreisewunsches doch gerne stattzugeben.

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  3. Das ist in der Realität theoretisch so, nicht aber in der religiotischen Parallelwelt, die unsere Superchristen der Politik den Kirchen einräumen

    Für den Vatikan Popanz Ratzinger stehen Verbrechen der Kirche über den Menschenrechten, was die RKK von jeder Verantwortung für ihr Tun befreit: „Man kann sich darum nicht auf diese Rechte des Menschen berufen, um sich den Äußerungen des Lehramtes zu widersetzen. Hier von der Verletzung von Menschenrechten zu reden, ist fehl am Platze, denn man verkennt dabei die genaue Hierarchie dieser Rechte“

    Der RKK Großinquisitor Ratzinger droht 1990 schon fast all-wissend: „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der hat einen persönlichen Defekt, eine mangelhafte persönliche Heiligung, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfasstheit, eine auf Vorurteilen beruhenden Geist der Kritik und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist.“

    Wer den Gotteshumbug kritisiert und den kondensierten Schwachsinn im heiligen Buch Bibel verlacht, der hat sein Seelelnheil verspiel und leidet unter der ewigen grauenhafte Höllenpein, die ih sofort ereilt. Trotzdem muss er weiterhin den Saustall finanzieren, denn Kinderficken kostet Milliarden an Entschädigungen

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  4. Spott über jemanden auch über „Organisationen“ ist eine Meinungsäusserung mehr nicht!Einigen wird sie nicht gefallen haben aber das Recht ähnlich „zurückzuschlagen“…………….Meinung ist frei…………

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