Welt-Hindu-Rat: Ein bitter-müdes Lachen für Gandhis Pazifismus


Eine Statue der indischen Gottheit Ganesha. (AFP / Indranil Mukherjee)
Die hindunationale Vishwa Hindu Parishad, der Welt-Hindu-Rat, ist global gut vernetzt und auch in Deutschland ansässig. Zwei Vertreter reden über Vorurteile, mit denen sie sich konfrontiert sehen, und über ihr Verhältnis zum Islam.

Von Antje StiebitzDeutschlandradio Kultur

Das Eingangstor zum Tempel der Vishwa Hindu Parishad steht halboffen. Unscheinbar von außen. Doch wer durch den kleinen Innenhof bis in den Tempelraum gelangt, dem bietet sich die Farbenpracht der indischen Götterwelt dar. Gekleidet in Orange, Pink und Gold stehen sie alle auf einem Podest: Die göttlichen Liebespaare Krishna und Radha, Ram und Sita, aber auch die auf einem Löwen reitende Durga und der Elefantengott Ganesh.

Jeden Sonntag findet hier eine Aarti, eine Andacht statt. Um den Priester ist nur eine Handvoll Gläubige versammelt. Heute ist Krishna Janmashtami, der Geburtstag des Gottes Krishna und damit ein Festtag, aber die eigentliche Geburtstagsfeier wird erst am Abend groß gefeiert. Krishna Janmasthami findet nach dem indischen Kalender entweder im August oder September statt. Vor 50 Jahren genau an diesem Tag gründete eine Gruppe von Männern im damaligen Bombay die Vishwa Hindu Parishad, kurz VHP.

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