Reformationstag: Wie Martin Luther sich die Juden zurechtlegte


luther_1Debatte ohne Ende: War der Autor der Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ von 1542 ein Antisemit? Der Theologe Thomas Kaufmann erklärt: Ja, der Reformator war einer. Aus enttäuschter Liebe.

Von Matthias KamannDIE WELT

Der 31. Oktober ist gefährlich. Denn am Reformationstag liegt es nahe, historische Distanz zu vergessen. Geschehnisse vor fast einem halben Jahrtausend, nach der Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen gegen den Ablasshandel zu Allerheiligen 1517, sollen heutige Protestanten in ihrem gegenwärtigen Glauben stärken. Dass dies sehr schwierig ist, lässt sich dem neuen Buch von Thomas Kaufmann entnehmen. Es sei eine „unausweichliche Erkenntnis“, schreibt der Göttinger Professor für evangelische Kirchengeschichte und exzellente Lutherkenner, „dass man sich Luthers Theologie ebenso wenig blindlings anvertrauen kann, wie man sich als zurechnungsfähiger Mensch des 21. Jahrhunderts freiwillig den Heilkünsten eines Baders des 16. Jahrhunderts überlassen würde“.

Aber so wenig man dem Bader vertrauen darf, so wenig kann man ihm vorwerfen, dass er Bader war. Anders gesagt: Wenn heute die Gegner des Protestantismus dem Reformator Martin Luther (1483-1546) die Abweichung von ihren Positionen zur Last legen, dann irren sie. Dann „fehlt nur noch der Vorwurf, dass er nicht Auto fahren konnte“, wie jüngst Lutherbiograf Heinz Schilling auf einer Tagung in Berlin den Polemikern vorhielt. Schilling und Kaufmann plädieren für Luthers konsequente Historisierung. Deren Leistungsfähigkeit beweist Kaufmann jetzt in einem Buch über Luthers Verhältnis zu den Juden.

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3 Comments

  1. Antisemitismus hat mit Werbung wenig zu tun, wenn nicht sogar gar nichts. Die Werbung muss aus gesetzlichen Gründen auf den „Teufel“ verzichten, man darf den Konkurrenten bzw. seine Produkte nicht mies machen

    Die Technik der unvollendeten leeren Versprechung und Erzeugung von Wünschen ist in der Werbung ähnlich der Mythologie des religiösen Brainwash, als auch der christlichen Eigenheit ein fiktiver Untoter, den keiner je gesehen hat, erfüllt allen Einfaltspinseln jeden Wunsch wenn man ihn nur anbetet.

    Der Unterschied zwischen alles zu bekommen wenn man betet oder fliegen zu können, man man ein bestimmtes Gesöff trinkt, der ist minimal

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  2. …..ist das so das Juden die Vorläufer der heutigen Werbung sind,so sollten sich Werbeunternehmen schützen vor Selbstmordattentätern % anderen!
    Es kommt natürlich auf die Einstellung zur Werbung an doch betrachtet man die Bevölkerung da würden sehr viele Bürger den Anschlägern bestimmt
    Asyl gewähren um sie in Sicherheit zu bringen!

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