Nikolaus Schneider rät von hauptamtlichem EKD-Ratsvorsitz ab


Nikolaus Schneider, Bild: wikimedia.org/PD
Der scheidende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, rät davon ab, das Ehrenamt des obersten Protestanten hauptamtlich wahrzunehmen.

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Die feste Verankerung in einer Landeskirche bedeutet zugleich eine Erdung des Ratsvorsitzenden, sagte Schneider in einem Gespräch mit dem evangelischen Monatsmagazin „zeitzeichen“. „Man bleibt den Menschen an der Basis verbunden – die EKD hat keine unmittelbare gemeindliche Basis.“

Die Leitung einer Landeskirche sei auch Entlastung und Erleichterung für den ehrenamtlichen Ratsvorsitz, argumentierte Schneider, der bis 2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland war. „Da gibt es viele Menschen, die mitdenken und beraten.“

Ein hauptamtlicher Ratsvorsitzender wäre auch mit der derzeitigen Struktur der EKD nicht vereinbar, gibt der Theologe zu bedenken. Die EKD werde von den Landeskirchen getragen und nehme in deren Auftrag ihre Aufgaben wahr. Dabei sei das Amt des Ratsvorsitzenden als ehrenamtliche Aufgabe konzipiert. „Er ist auf ein hohes Maß an Zuarbeit aus dem EKD-Kirchenamt angewiesen“, sagte der Ratsvorsitzende.

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