Brittany Maynard beendet ihr Leben


http://www.brittanymaynardfund.org/dpa Brittany Maynard (2.v.r.) am 20.10.2014 mit ihrem Ehemann Dan (r) sowie ihrer Mutter und ihrem Stiefvater vor der Schlucht des Grand Canyon. Die an einem aggressiven Hirntumor leidende US-Amerikanerin erfüllte sich damit vor ihrem Tod einen großen Wunsch.
Brittany Maynard ist tot. Die an einem unheilbaren Gehirntumor leidende 29-jährige hat sich das Leben mit einer ärztlich verschriebenen Überdosis Beruhigungsmittel genommen.

Von Konrad Egeevangelisch.de

Vor wenigen Wochen hatte die 29-Jährige Brittany Maynard angekündigt, Anfang November ihrem Leben ein Ende zu setzen. In Internetbotschaften forderte sie die generelle Zulassung der ärztlichen Sterbehilfe für alle todkranken Menschen. Wie angekündigt nahm sie am Samstag die Überdosis eines Beruhigungsmittels ein, wie am Sonntag (Ortszeit) bekanntwurde. Sie starb in Oregon, einem von fünf US-Bundesstaaten, in denen Ärzte schwer kranken Menschen mit geringer Lebenserwartung todbringende Mittel verschreiben dürfen.

Maynards Schicksal hat in den USA eine breite Sterbehilfe-Diskussion ausgelöst. Der Sterbehilfeverband „Compassion and Choices“ (Mitgefühl und Entscheidungsfreiheit), der Maynard begleitete, kritisierte immer wieder, in den USA werde das Sterben verdrängt. Maynard habe die Auseinandersetzung mit dem Tod „real“ gemacht. Demgegenüber warnte der Palliativmediziner Ira Byock, legalisierte ärztliche Sterbehilfe, wie von „Compassion and Choices“ und Maynard gefordert, helfe leidenden Menschen nicht wirklich. Man müsse vielmehr die Sterbebegleitung verbessern. Maynard sei „vom Appetit der Medien auf Sensationalismus“ ausgebeutet worden.

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