Das kranke Sparsystem der deutschen Kirchen


Bild: tilly
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Gemeinden und christliche Kliniken werden geschlossen. Die Gehälter der Mitarbeiter sinken. Es herrscht Krisenstimmung bei den Kirchen. Dabei steigen die Steuereinnahmen. Es macht sich Unmut breit.

Von Heinz KrischerDIE WELT

Die Hüft-Knie-Gruppe ist schon da, als Penelope Somaraki mit schnellen Schritten durch die Tür eilt. Ein halbes Dutzend Männer und Frauen macht sich im Wasser des Therapiebeckens der Aachener Schwertbad-Klinik warm für die Übungsstunde. Penelope Somaraki ist Physiotherapeutin, und jetzt sorgt sie dafür, dass es ihren Hüft-Knie-Patienten wieder besser geht.

Derzeit kämpfen Somaraki und einige ihrer Kollegen bei ihrem Arbeitgeber für eine bessere Bezahlung in der Reha-Klinik, die einer katholischen Holding gehört. „Immer wieder hören wir nur, dass wir sparen müssen. Wir haben auf Lohn verzichtet, und viele von uns werden auch heute noch unter dem bezahlt, was der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst eigentlich vorsieht“, klagt Somaraki. Nur: Dieser Tarifvertrag soll in ihrem katholischen Haus nicht gelten. Hier wird offenbar erwartet, dass man auch mal für Gotteslohn arbeitet.

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