Die Bibel und das OSI-Modell—Gotteswort braucht Layer 7-4


Foto: Getty Images/iStockphoto/Judy Johnson Für Katzen-Fans gibt es die Bibel in der digitalen Welt auch in Lolspeak. Das ist ein absichtlich falsches Englisch, das Katzen zugesprochen wird.
In der Welt von Bits und Bytes verändert sich die Bibelkultur. Der Leser wird im Netz zum Mitgestalter, die Texte werden kreativ und subversiv verändert, durch Bilder, Video- und Audiodateien oder Links zu Blogs und Foren ergänzt. Das belebt den Umgang mit der Bibel – birgt aber auch Gefahren.

Von Dr. Stefan Scholzevangelisch.de

Wie und was wir glauben, fällt nicht einfach vom Himmel, sondern ist zutiefst von kulturellen Einflüssen abhängig: Jesus lebte und dachte als Jude im Palästina seiner Zeit. Martin Luthers reformatorische Entdeckung wäre ohne die Erfindung des Buchdrucks kaum erfolgreich gewesen. Und gegenwärtig ist die digitale Kultur, also das Internet und die neuen elektronischen Medien insgesamt, der Hotspot im Blick auf markante Trends und weitreichende globale Veränderungen. Der Informationsethiker Rainer Kuhlen bringt es auf den Punkt: „Das Ethos der Informationsgesellschaft ist das Internet.“ Demnach ist das Internet mit seinen Vorgaben und charakteristischen Möglichkeiten der entscheidende Handlungsraum, in dem sich neue Vorstellungen und Verhaltensweisen herausbilden, die auch den Alltag im Offline-Modus mit beeinflussen. Unser Umgang mit der Bibel bleibt davon kaum unberührt.

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