Münster: „Kirche soll Katholikentag selbst bezahlen“


Mit Moses gegen die Finanzierung des Kirchentages mit Steuergeld: Max Steinhaus, David Farado, Hartmann Schimpf, Gunnar Teriet, Werner Koch, Carlos Zydorek, Armin Schreiner (v. l.) demonstrieren vor dem Paulus-Dom in Münster. Bild: Kutzendörfer
Zehn Gebote hat Moses von Gott empfangen. Jetzt gibt es ein elftes: „Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ So steht es zumindest auf einer Gesetzestafel aus Plastik, mit der sich eine bundesweite Aktionsgruppe gegen die Subventionierung des Großereignisses mit Steuergeldern wendet.

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Es soll, geht es nach dem Oberbürgermeister der Stadt, in Münster 2018 stattfinden. „Neun Millionen kostet ein Katholikentag“, rechnet Maximilian Steinhaus vor. Er und seine Mitstreiter von der Aktion „Das elfte Gebot“ halten die Finanzierung kirchlicher Großveranstaltungen durch Steuern für verfassungsrechtlich bedenklich. „Die Verfassung will eine Trennung von Kirche und Staat“, sagt er. Was viele nicht wüssten: Der Bund unterstütze den Katholikentag mit 500 000 Euro, was das Land für den münsterschen Katholikentag zahlen würde, sei noch nicht klar, Oberbürgermeister Markus Lewe wolle ihm aber mit 1,5 Millionen Euro auf die Sprünge helfen. Und das, wo Münster mit einer Schuldenlast von 700 Millionen Euro und Flutschäden in Höhe von 30 Millionen Euro zu kämpfen habe.

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