Wie wir sterben: Sicher ist nur der Tod


Prof. Karlhans Endlich (Universität Greifswald) hält den Präparierkurs für einen prägenden Moment im Leben junger Mediziner. Für die meisten seiner Studenten ist es der erste Kontakt mit dem Tod. Foto: ZDF/Sascha Kellersohn/Docuvista Filmproduktion
Die facettenreiche 3sat-Reportage „Wie wir sterben“ plädiert für einen gelasseneren Umgang mit dem Sterben. Religiöse Zuschauer werden in der Reportage allerdings jegliche Spiritualität vermissen.

Von Tilmann P. GangloffFrankfurter Rundschau

Eigentlich seltsam, dass der Tod in unserer Gesellschaft als Tabuthema gilt, schließlich ist er schon allein aufgrund der vielen TV-Krimis allgegenwärtig. Der Tod dominiert die Nachrichten und ist gerade in diesen Tagen ein viel diskutiertes Medienthema, weil der Bundestag plant, die Beihilfe zum Suizid neu zu regeln. Der Tod, sagt der Mediziner Gian Domenico Borasio in diesem Film, sei die einzige Sicherheit im Leben. Tatsächlich ist es wohl eher das Sterben, über das niemand gern spricht. Diese Lücke schließt die facettenreiche 3sat-Reportage, in der es dem Titel entsprechend um nichts anderes geht: „Wie wir sterben“. Die Autorinnen Daniela Hoyer und Judith Schneider reduzieren den Vorgang allerdings auf seine biologischen Komponenten. Religiöse Zuschauer werden in der Reportage jegliche Spiritualität vermissen; Gott und seine Stellvertreter auf Erden tauchen gar nicht erst auf, obwohl der christliche Glaube zum Beispiel bei der Sterbehilfe ja eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

weiterlesen

1 Comment

  1. Medien sind primitiv und Geldgeil,kaum fähig das Leben zu sehen,nehmen wie es ist!Geldgeilheit zeigt sich auf verschiedenen Wegen,die Primitivität ist ein „Schicksalsschlag“!…………………..

    Liken

Kommentare sind geschlossen.