Schule: Kirche will mit Muslimen kooperieren


Die Evangelische Kirche will in Sachen Schule künftig auf Interreligiosität setzen Foto: Kzenon|Fotolia
Beim schulischen Religionsunterricht will die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) künftig stärker mit anderen Religionsgemeinschaften zusammenarbeiten. Das soll religiösem Extremismus vorbeugen.

pro Medienmagazin

Die Evangelische Kirche sehe sich mit einem neuen Pluralismus in der Schule konfrontiert, erklärte der scheidende Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider am Donnerstag in Berlin. Muslime, Juden, Christen und nichtreligiöse Schüler träfen ganz selbstverständlich aufeinander. Dem müsse der Religionsunterricht Rechnung tragen, indem er zum einen die jeweilige religiöse Identität der Schüler stärke, zum anderen aber auch interreligiöse Beziehungen fördere. „Religionsunterricht ist kein missionarisches Unternehmen der Kirchen“, sagte Schneider. Künftig strebe die EKD eine noch engere Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirche, aber auch eine Kooperation mit islamischen und jüdischen Religionslehrern an. Der Ethikunterricht soll ebenfalls stärker mit dem Bekenntnisunterricht verzahnt sein.

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