Der Weg von Gottes Geld


Bild: tilly
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Trotz der vielen Kirchenaustritte: Noch nie haben die evangelische und katholische Kirche so viel eingenommen wie in diesem Jahr. Aber wohin fließt eigentlich die Kirchensteuer?

Von Matthias DrobinskiSüddeutsche.de

Das ist Rekord. Fast elf Milliarden Euro werden die katholische und die evangelische Kirche in diesem Jahr wohl von ihren kirchensteuerzahlenden Mitgliedern erhalten, fünf bis sechs Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Und das trotz der vielen Kirchenaustritte – die gute Konjunktur macht das mehr als wett. Der größte Teil der gesamten Einnahmen stammt aus der Kirchensteuer, es gibt aber noch andere Geldquellen: Fast eine halbe Milliarde Euro bekommen die katholische und evangelische Kirche zusammen aus den sogenannten Staatsleistungen, die Ausgleichszahlungen der Bundesländer vor allem für die Enteignungen aus dem Jahr 1803 sind. Dazu Erträge aus Geldanlagen, Mieten, Pachten, Spenden und staatliche Zuschüsse, für Jugend- und Altenarbeit zum Beispiel oder für die Renovierung von Kirchen und anderen Gebäuden.

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