Verletzte religiöse vs. künstlerische Gefühle


Bild:kebekus.youtube
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In letzter Zeit ging es ja regelmäßig um religiöse Gefühle. Dabei stellten sich sofort mehrere Fragen. Was sind eigentlich genau religiöse Gefühle? Warum sind sie so schnell verletzt und darf man sie verletzen, obwohl sie so empfindlich sind? Generell finde ich, dass Religionen eine dickere Haut haben sollten. Schließlich lesen sich ihre heiligen Bücher so, als ob sie von Quentin Tarantino geschrieben wurden, als er richtig sauer war. Gewalt, Inzest und ganz viel Blut.

Gideon Böss‘ Blog

Wie soll man sich denn bitte so ein verletztes religiöses Gefühl vorstellen? Da liest ein Moslem im Koran Sätze wie „Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab“ oder „Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlagt die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf“. Der Gläubige ist nach solchen Sätzen glücklich und zufrieden und hört dann Dieter Nuhr im Fernsehen sagen: „Ich möchte nu(h)r keiner Minderheit in einem islamischen Land angehören, denn mit der Toleranz scheint es diese Religion nicht so zu haben.“ Und plötzlich sind sie verletzt, die religiösen Gefühle.

Umgekehrt haben die Christen, die Carolin Kebekus für ihr müdes Spottlied auf die Kirche anzeigten, in ihrer Bibel so wunderschöne Passagen stehen wie „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben“ oder „Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen  zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden.“ Trotzdem verletzt sie ein Video, in dem eine Komikerin in der Kirche tanzt. In der Bibel wird zum Mord an Kindern aufgefordert, aber ein Problem haben diese Leute mit einer Parodie, die ganz ohne Gewaltaufrufe gegen Schwule auskommt und Völkermorde nicht glorifiziert. Im Gegensatz zum Christentum und Islam ist Carolin Kebekus wirklich Frieden (aber nicht „gute Unterhaltung“, was manche leider falsch übersetzt haben).

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2 Comments

  1. Der RKK Großinquisitor Ratzinger droht 1990 schon fast all-wissend: „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der hat einen persönlichen Defekt, eine mangelhafte persönliche Heiligung, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfasstheit, eine auf Vorurteilen beruhenden Geist der Kritik und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist“ Die RKK Realitätsleugnung ist absolut, der paranoide Wahn mit raffinierten Trugbildern ist zu widerlegen. Religioten akzeptieren jeden absurden Gotteshumbug, Fakten überfordern sie geistig total. Die Realität wird moralisch edel weggeschwurbelt, wissensschaftliche Argumente sind strafbare Blasp,hemie. Zweifler trifft die grauenhafte Höllenpein, besonders wenn sie sich auf die bösen Menschenrechte berufen, in denen allen Menschen freie Gedanken Rede, Schrift und politische Vertretung garantiert wird.

    Menschen die durch Brainwash Gehirnschäden als Kind in diesem System gefangen sind, für die ist jede Art der Auseinandersetzung mit den Inhalten von ihrem Gotteshumbug strafbare Blasphemie, an besten sofort mit „Kopf ab“ zu bestrafen

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  2. Das Traurige ist, dass die indoktrinierten Durchschnittsreligioten die Stellen ihrer heiligen Schriften mit den, z.B. oben beschriebenen Gräuel entweder gar nicht kennen oder aber, sie einfach nur ignorieren. Die jeweiligen Priester haben ihren Schäfchen von Kindesbeinen an, mit dem infantilen „Gutmenschen-Schnickschnack“ steinzeitlicher Legenden, aber auch mahnender Drohungen sowie anmaßend-selbstgezimmerter, völlig unhaltbarer Heilsversprechungen, den geistigen Horizont so vermauert, dass die in ihrer Verblendung, letzten endes nur noch ihre fiktiven, postmortalen Vorteile im Auge haben. Diesbezüglich heißt religiös zu sein, im Grunde immer auch, sehr egoistisch zu sein. Ein treuer Geistergläubiger will mit dem (überwiegend) grausamen Teil der heiligen Märchenbücher überhaupt nicht konfrontiert werden. Hier gilt: „Nur wer glaubt (selbst wenn´s der größte Blödsinn ist) wird seelig“.

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