In harter Umwelt sind die Götter strikt


Grimmiger oder gütiger Gott? Totempfahl auf Sumatra © Michael Höefner / CC-by-sa 3.0
Religionen und ihr Gottesbild werden von ökologischen und gesellschaftlichen Faktoren geprägt.
Religion als Überlebenshilfe: An welchen Gott man glaubt, hängt auch von den klimatischen und ökologischen Umweltbedingungen ab, wie eine Studie nun belegt. Demnach glauben Menschen in harschen Umwelten eher an übermächtige Götter mit klaren moralischen Forderungen. Aber auch Gesellschaften, die Privateigentum kennen und politisch komplexer sind, neigen zu solchen strikten Gottheiten, wie Forscher im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ berichten.

scinexx

Im Christentum, Judentum und im Islam gibt es klare Gebote und einen übermächtigen Gott. An seinen Geboten orientieren sich die moralischen Richtlinien, nach der die Anhänger leben. Doch längst nicht alle Religionen sind so stark durch einen moralisierenden, starken Gott geprägt. Viele Naturvölker glauben eher an hilfreiche Geister, die die Natur beseelen, in östlichen Religionen wie den Buddhismus oder Hinduismus steht weniger ein starker, dominierender Gott im Mittelpunkt, als vielmehr eine ganze Götterschar oder das Streben nach persönlicher Erleuchtung.

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