Theologe: Digitalisierung stellt Kirchenbegriff infrage


Screenshot:BB
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Der Begriff der Kirche umfasse in der digitalen Gesellschaft mehr, als man als Gemeinde, Landeskirche oder EKD im Blick habe, sagte Christian Grethlein vor der Synode der EKD.

evangelisch.de

Die neuen Medien verändern nach Einschätzung des Münsteraner Theologen Christian Grethlein den herkömmlichen Kirchenbegriff. Die Digitalisierung der Gesellschaft stärke die Bedeutung der einzelnen Menschen auf Kosten von Sozialformen, die heute als „Kirche“ oder Gemeinde“ erfasst würden, sagte er am Montag vor der Synode der Evangelischen Kirche (EKD) in Dresden. Allerdings umfasse der Begriff „Kirche“ mehr als das, was man als Gemeinde, Landeskirche oder auch EKD im Blick habe.

Mit seinem biblisch begründeten Konzept des Priestertums aller Getauften sei der Protestantismus theologisch, aber nicht organisationsmäßig „gut gerüstet für die neue Situation“, ergänzte Grethlein. So bildeten sich im Netz neue Formen der Kommunikation des Evangeliums heraus. Dabei werde der Begriff der Autorität durch Authentizität abgelöst. Entscheidend für die Rezeption sei nicht lehrmäßige Kohärenz, sondern „Lebensdienlichkeit“.

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