Droge Alkohol: Politiker als Bier-Botschafter


Bild: paulaner.at
Modedrogen kommen, Modedrogen gehen. Der Alkohol bleibt. Nicht das Glas Rotwein, das abends zum Genuss getrunken wird. Sondern der Missbrauch der Volksdroge Nummer eins. Die Landesstelle für Suchtfragen nimmt anlässlich ihres 65-jährigen Bestehens Alkohol in den Fokus.

Von Jutta RippegatherFrankfurter Rundschau

Es gibt Modedrogen wie Spice oder Crystal Meth, von denen reden alle. Sie verschwinden meist nach kurzer Zeit, um neuen Rauschmitteln Platz zu machen. Was hingegen bleibt, ist der Alkohol. Nicht das Glas Rotwein, das abends zum Genuss getrunken wird. Sondern der Missbrauch der Volksdroge Nummer eins. Daran hat die hessische Landesstelle für Suchtfragen am Dienstag anlässlich ihres 65-jährigen Bestehens erinnert und dies mit Forderungen an die Politik verbunden: Gesetzliche Regulierung der Werbung für Alkohol, eine einheitliche Besteuerung von Bier, Wein und Spirituosen sowie eine Abgabe auf alkoholhaltige Getränke, mit der Suchtprävention finanziert wird.

Es gibt Wege, Konsum zu mindern. Das habe sich am Beispiel Rauchen gezeigt, sagte Geschäftsführer Wolfgang Schmidt-Rosengarten. Hohe Preise, erschwerter Zugang am Automaten sowie Rauchverbote in Lokalen hätten mit dazu beigetragen, dass immer weniger Deutsche zum Glimmstängel greifen.

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