Judentum: Die Parallelwelt der ultrafrommen Kinderschänder


Foto: Getty Images Viele der Ultraorthodoxen wohnen in Brooklyn, dort gibt es drei Zentren der Ultraorthodoxie. Wer durch eines der Viertel flaniert, sieht Männer mit Schläfenlocken und schwangere Frauen mit Kopftuch. Die Geburtenrate ist hier so hoch wie nirgendwo sonst in Amerika
Nicht nur die katholische Kirche hat versucht, sexuellen Missbrauch zu vertuschen. Auch bei ultraorthodoxen Juden herrschte lange ein Klima des Schweigens. Ein absurder Fall zeigt jetzt die Ausmaße.

Von Hannes Stein|DIE WELT

Das katholische Milieu ist – weiß Gott – nicht das einzige, in dem Pädophile sehr lange ungestraft wildern durften und Kinderseelen zerbrachen. Auch die ultrafrommen Juden in New York haben ein großes Problem mit Kinderschändern, die sich in ihrer Mitte tummeln. Und das ist kein Wunder.

Die meisten von ihnen wohnen in Brooklyn, und dort gibt es wiederum drei Zentren der Ultraorthodoxie. Das wichtigste und größte ist Boro Park, das zweitwichtigste ist Williamsburg, an dritter Stelle liegt Crown Heights. Wer durch eines dieser Viertel flaniert, sieht Männer mit Schläfenlocken und Pelzmützen im Kaftan und schwangere Frauen mit Kopftuch oder Perücke, die Kinderwagen schieben und dabei häufig noch mindestens ein weiteres Kleinkind an der Hand halten. Die Geburtenrate ist hier so hoch wie nirgendwo sonst in Amerika – einerseits wegen des biblischen Gebotes „pru u’rwu“ („Seid fruchtbar und mehret euch“, 1. Mose 1,22) und andererseits, weil jedes jüdische Kind ein postumer Sieg über Hitler ist.

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1 Comment

  1. ja,so sieht die religiöse Welt der Menschen ausdie meisten Menschen laufen mit Blenden vor Ihren Wahrnehmungsorganen rum bei der Erwähnung von Religion!

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