Pastoren in den USA: Zweitjob, Teilzeit, Schulden


us_flagge_bibel_kreuzVom Polizisten bis zum Rechtsanwalt: In den USA haben Pastoren immer häufiger einen Zweitjob, um finanziell über die Runden zu kommen. Viele Kirchengemeinden können sich Vollzeitseelsorger nicht mehr leisten.

Von Konrad Egeevangelisch.de

In dem populären Spielfilm „Heaven Is For Real“ (Den Himmel gibt’s echt) installiert Pastor Todd Burpo nebenher Garagentüren, weil das Gehalt nicht reicht, das ihm seine evangelikale Gemeinde zahlt. Doch Pfarrer mit Nebenberuf gibt es in den USA nicht nur im Kino: Geschätzte 30 Prozent aller protestantischen Gemeinden in den USA müssten mit einem Teilzeitpastor auskommen, berichtet Robert LaRochelle, Buchautor und selbst Teilzeitgeistlicher in einer kleinen Gemeinde der „United Church of Christ“ im Bundesstaat New Hampshire. LaRochelle leitet „nebenbei“ eine Beratungsstelle in einer Schule.

Vom Polizisten bis zum Rechtsanwalt – Pastoren hätten alle erdenklichen Zweitjobs, sagt Ray Gilder vom Baptistenverband des Bundesstaates Tennessee. Gilder berät Gemeinden beim Umstieg auf den Teilzeitjob. Das falle nicht leicht, denn viele Gemeinden fühlten sich dabei als Versager. Ein Vorteil des Zweitberufs sei freilich, dass Pastoren mit weltlichen Jobs die Alltagssorgen der Menschen oft besser verstünden, sagt Gilder.

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