Religionsfreiheit: Refugien für die Religion


religionenChristen, Juden und Muslime – am Arbeitsplatz wie im Alltag haben Gläubige Rechte, müssen aber auch Rücksicht nehmen.

Von Mathias Rohe|DER TAGESSPIEGEL

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein säkularer Staat. Daraus folgern manche, dass Religion reine Privatsache sei und in der Öffentlichkeit, einschließlich der Arbeitswelt, nichts zu suchen habe. Diese Schlussfolgerung ist unzutreffend. Säkularität heißt nicht Religionsfeindlichkeit. Religionsfreiheit zählt vielmehr zu den klassischen, national und international geschützten Menschenrechten. Die Formulierungen in Art. 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention und Art. 4 Grundgesetz (GG) machen deutlich, dass Religion auch ihren Platz im öffentlichen Raum hat.

Darauf können sich alle Religionen gleichermaßen berufen: Säkularität des Staates bedeutet auch Neutralität gegenüber Religionen und ihre Gleichbehandlung.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt ArbeitnehmerInnen zudem vor Diskriminierung aus religiösen Gründen (Paragrafen 1, 7 AGG).

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