Mehr Macht für das Ausmisten des Vatikans


Bild: tilly
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Seit bald drei Jahren arbeitet der Freiburger René Brülhart daran, den Ruf des Vatikans in der Finanzwelt zu verbessern. Nun bekommt er noch mehr Macht.

Von Jean-François Tanda|Handelszeitung.ch

Als Student der Rechtswissenschaften, damals im schweizerischen Freiburg, hätte er sich nicht erträumt, bald in einer noch katholischeren Stadt zu arbeiten. An der Uni gehörte René Brülhart in den 1990er-Jahren zum letzten Studentenjahrgang, der das Fach Kirchenrecht für den Hochschulabschluss zwingend belegen musste.

Heute, 21 Jahre nach Erhalt seines Lizenziats an der Freiburger Rechtsfakultät, ist Brülhart täglich mit Kirchenrecht konfrontiert. Seit September 2012 ist der Experte zur Bekämpfung von Geldwäscherei im Namen Seiner Heiligkeit unterwegs. Er berät und vertritt den Vatikan für ein grosses Ziel: Wegzukommen von der Liste obskurer Finanzplätze. Und einen Platz zu gewinnen in der Liste jener Staaten, die Geldwäscherei und Terrorfinanzierung ernsthaft bekämpfen und dazu internationale Standards einhalten.

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