Bremer dürfen Totenasche im eigenen Garten ausstreuen


Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Letzte Ruhe auf eigenem Grund und Boden: Erstmals in Deutschland darf in Bremen die Asche eines verstorbenen Angehörigen in privaten Gärten verstreut werden.

evangelisch.de

Das hat die Bremische Bürgerschaft am Donnerstag in zweiter Lesung beschlossen. Zu diesem Zweck wurde der Friedhofszwang im Bremer Gesetz über das Friedhofs- und Bestattungswesen gelockert. Die Gesetzesnovelle tritt Anfang Januar in Kraft. Der Entwurf war über Monate kontrovers diskutiert worden.

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3 Comments

  1. „Die neue Regelung führe zu einer Privatisierung von Tod und Trauer“
    Waah? Ist die Hölle zugefroren?
    Fliegen Schweine?
    Seit wann und wieso ist die CDU gegen Privatisierung?

    Abgesehen davon halte ich ich diese beiden Dinge für zwei der wenigen Sachen aus denen sich die Politik heraushalten sollte und die Kirchen nur dann mitmischen dürfen, wenn der Tote es ausdrücklich gewünscht hatte.

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  2. Man steht diesem Bürokratie Wahnsinn nach 30 Jahren Auslandsaufenthalt fassungslos gegenüber. Das kann doch nicht das Land meiner Geburt sein, was habe ich verbrochen um so entwertet zu werden. Die Bürokraten meinen alles und jeden regeln und rumschubsen zu müssen und machen das Leben in Deutschland zu einem Spießrutenlauf im klassischen Polizeistaat

    Die Schwiegermutter (93) ist hier in Spanien im Juni verstorben. Sie wurde eingeäschert, etwa 4 Tage später erhielten wir die Urne mit dem Tonsiegel, das mit ihr verbrannt wurde. Damit wird sicher gestellt, es handelt sich nicht um irgend eine Asche aus dem Kamin oder sonstwo.

    Wir haben die Asche nahe dem Haus in einer stillen Bucht ins Mittelmeer gestreut, so wie sich es gewünscht hatte als ihr Verstand noch funktionierte

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    1. Nachtrag
      Dabei sollte ich doch daran gewöhnt sein, es dauert bei mir etwa 9 Monate einen neuen Reispass zu bekommen. Laut Generalkonsulat ist meine „Zugehörigkeit“ fraglich, blos weil am 4 März 1945 die Russen alle Dokumente des Kreises abgefackelt haben und jeder dort Überlebende eine „fragfliche“ Existenz ist. Unsere Familie ist nachweislich seit 1712 Deutsch aus Westpreussen, sogar vom alten Fritz beim Miltärdienst mit einem 50 Hektar Bauernhof ausgezeichnet, es gibt von mir abgelaufene Reisepässe zurück bis etwa 1964 – trotzdem ist der Papierkrieg für einen neuen Pass so gewaltig als wäre ich ein analphabetischer Asylant aus Absurdistan

      Irgendwie haben in Deutschland alle ihren Verstand abgegeben, als sie zum Beamten wurden. Welch ein erfrischendens Erlebnis in Spanien ins Rathaus zu gehen, freundlich begrüßt zu werden mit „Was dürfen wir für sie tun“ und in 5 Minuten eine Meldebestätigung mit einige netten Worten ausgehändigt zu bekommen und der Frage „Wie geht es ihrer Frau“. Da fühlt man sich heimisch als Mensch unter Menschen

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