Thüringer Kleinbauern fordern von der Kirche bessere Chancen auf Pachtland


Unter dem Motto „Kirche! Lass die Bauern im Dorf! Kirchenland in Bauernhand“ demonstrieren Bauern in Erfurt mit Tieren vor Beginn der Synode der EKM. Unter ihnen auch der Imker Michael Grolm. Foto: Sascha Fromm
Thüringer Kleinbauern protestierten in Erfurt gegen die Benachteiligung bei der Bodenvergabe. Die Evangelische Kirche sieht ihr System als erfolgreich.


Von Wolf-Dieter Bose|Thüringer Allgemeine

Rund 50 Landwirte hatten sich Mittwochvormittag vor der Erfurter Michaeliskirche versammelt, dabei Traktor und etliche Tiere mitgebracht: Kuh, Schwein, Schaf, Kaninchen, Pony und Ziege gehörten dazu. Mit dieser Aktion begrüßten die Bauern die Teilnehmer an der Herbsttagung des Kirchenparlaments der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Wie vor einem Jahr an dieser Stelle, protestierte die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft erneut gegen die Praxis bei der Landvergabe durch die EKM. „Kirche, lass die Bauern im Dorf“ und „Kirchenland in Bauernhand“ lauten die zentralen Forderungen. Vor dem Auftaktgottesdienst erhielten die Synodalteilnehmer ein Lunchpaket mit landwirtschaftlichen Produkten aus der Region, erzeugt von bäuerlichen Klein- und Familienbetrieben. So eine Knackwurst vom Biohof in Hausen bei Arnstadt, dazu Obst, Eier, Brot und Ziegenkäse. Landesbischöfin Ilse Junkermann ging zunächst jedoch leer aus, sie bevorzugte den Hintereingang.

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