USA: 39 Jahre unschuldig hinter Gittern


Saß fast 15 000 Tage unschuldig im Gefängnis: Ricky Jackson. (Foto: Reuters)
  • Nach 39 Jahren hinter Gittern ist ein einst zum Tode verurteilter Amerikaner aus dem Gefängnis freigekommen.
  • Seine Verurteilung beruhte auf der Falschaussage eines damals Zwölfjährigen.
  • Nach Angaben des Ohio Innocence Projects ist das bereits der 149. Fall seit 1973, in dem ein Todeskandidat für unschuldig erklärt wurde.

Süddeutsche.de

Nach 39 Jahren hinter Gittern hat ein zum Tode verurteilter Schwarzer im US-Bundesstaat Ohio das Gefängnis als freier Mann verlassen, weil seine Verurteilung auf der erlogenen Aussage eines Zwölfjährigen beruhte. So lange habe noch niemand in den USA unschuldig im Gefängnis gesessen, erklärte der Anwalt von Ricky Jackson, Mark Godesey, auf der Facebook-Seite seiner Organisation Ohio Innocence Project.

weiterlesen

4 Comments

  1. Die USA auf direktem Weg zum superfrommen Entwicklungsland wie Bangladesh und Papua-Neuguinea

    Die USA als dysfunktionalste Demokratie schneidet immer fataler ab, das Land liegt 2013 unter westlichen Nationen auf Platz 24 von 142 Ländern weit hinter Canada, Norwegen, Dänemark, Schweden, Neuseeland usw. Das Einkommen der breiten US-Mittelklasse fällt schneller als die Inflation des US$, nur wenige schaffen es noch mit 1 Job ihre Familie zu ernähren. Die absurde Diskrepanz von Bigotterie als Größenwahn und Wissenschaft führt zu Unbildung, Armut, Fanatismus, Massakern, Gewalt, gerechte Kriege und extremer Kriminalität. In 50 Jahren werden 173 Todesurteile verhängt, die Verurteilten sind später nachweislich unschuldig. Farbige stellen 75% der durch DNA-Tests belegten Fehlurteile, im forensischen Kriminallabor von Dallas lagern 2007 etwa 19.500 Proben unbearbeiteter Fälle von Vergewaltigung.

    Die USA haben mit 2,3 Mio. Gefängnisinsassen das 10-fache der eher säkularen EU-28 bei 300-fach höherer Rate an Genitalinfektionen. Der Soziologe Paul Kellermann berechnet Kosten für einen US-Gefängnisplatz je nach Sicherheitsstufe 25.000 – 50.000 US$/Jahr, total etwa 80 Milliarden US$/Jahr. Nach der Umfrage von 2013 des „Federal Bureau of Prisons“ sind weniger als 1% der 2,3 Millionen US-Gefängnisinsassen Atheisten, der Rest sind „gute Edelchristen“.

    Gefällt mir

  2. …nun dafür sollte die Geschworenen die ihn so verurteilten auch zumindest für Monate hinter Gittern,was auch in der Verfassung als Gesetz verabschiedet festgeschrieben werden sollte!!Nur so kann klargestellt werden das diese Menschen Urteile mit nötigem Ernst „mitmachen“!

    Gefällt mir

    1. Das reicht nicht. Da hat der jetzt wieder freie Mann nichts mehr davon. Ich plädiere auf 15000 Tagessätze Entschädigung. Tagessätze, die sich am Richtersalär orientieren.

      Gefällt mir

    2. In einer zivilisierten Welt gehört der Irrsinn der Todesstrafe geächtet, überall!

      Wenn sogar Putin’s Russland mit seinem Beitritt zum Strassburger Europarat auf dieses menschenverachtende Relikt der Strafverfolgung verzichtete, sollte man auch gegenüber dieser grausamen Strafverfolgung in den USA, das jedem anderen Land Menschenrechtsverletzungen -berechtigt wie unberechtigt – um die Ohren haut, nicht mehr durchgehen lassen. 😉

      Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.