„Gewalt im Namen Gottes“: Allein unter Biodeutschen


Adnan Maral (2. v. re.) neben Imam Kadir Sanci, dem Rabbiner Tovia Ben-Chorin und dem evangelischen Pfarrer Gregor Hohberg im Büro der Berliner Initiative House of One | © NDR/Ralf Hoogestraat
In „Türkisch für Anfänger“ war Adnan Maral der heitere Familienvater. Für „Gewalt im Namen Gottes“ soll er in der ARD klären, ob es in Deutschland Glaubenskriege gibt.

Von Jan Freitag|ZEIT ONLINE

Der Sonntag ist ein sonderbarer Tag deutschen Familienlebens. Besonders im bürgerlichen Milieu folgt er seit jeher festen Riten, die graduell variieren. Siebziger Jahre: Kirche, Braten, Tatort. Neunziger: Video, Pizza, Tatort. Nuller: DVD, Topinamburauflauf, Tatort. Und dazwischen? Morgens Märchen, mittags Sport, vorabends Lindenstraße. Leichte Kost, altersgerecht für alle. Wäre da nicht dieser Sendeplatz mit seiner bemerkenswerten Angebotsstruktur gleich vor der Sportschau.

Jeden Sonntag um 17:30 Uhr zeigt das Erste Reportagen, nur keine über die Schönheiten der Republik, sondern über deren Kehrseiten. Es geht um Schreikinder, Organspendensuche, Todesstreifengeschichten, solche Sachen. Und nun also Religionskonflikte im eigenen Land, genannt Gewalt im Namen Gottes, ein Titel wie auf Arte, eher Nacht- als Nachmittagsprogramm. Und dann dieser Hauptdarsteller: Adnan Maral.

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