IS: Zu wenig Empörung bei den „Rechtgläubigen“


Bild: nationalreview.com
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Der erste Muslim auf den Posten des Hohen Kommissars der UN für Menschenrechte, Seid Ra’ad Al Hussein, beklagt den Mangel an Demonstrationen gegen den IS und öffentlicher Reaktionen der Regierungen in arabischen und muslimischen Staaten.


Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Im September dieses Jahres gelangte mit Seid Ra’ad Al Hussein der erste Muslim auf den Posten des Hohen Kommissars der UN für Menschenrechte. Letzte Woche machte er mit einer Forderung auf sich aufmerksam, die üblicherweise von andere Stelle geäußert wird; man kennt sie aus einigen Diskussionen und Foren.

In einem Stellungnahme vor dem UN-Sicherheitsrat zum Irak führte der Menschenrechtskommissar aus, dass der security approach, womit hauptsächlich militärische und sicherheitspolitische Maßnahmen gemeint sind, nicht reiche, um den „takfiris“ des „Islamischen Staats“ Einhalt zu gebieten.

Ganz egal, wie inhuman die takfiris seien, sie würden wahrscheinlich überleben. Weil es sich um eine Ideologie handele, die nicht so leicht verschwinde. Das sei allein schon daran zu sehen, sei dass man im Sicherheitsrat bereits vor neun Jahren über Sarkawi (Terroristenführer Sarkawi getötet) beraten habe. Nun sei man mit der selben Ideologie befasst, nur dass sie noch schlimmer sei, stellt al Hussein fest – wie schon einige andere zuvor. Beachtenswert ist, dass er in seinem Appell auf eine Kritik beziehungsweise auf eine in Kritik gekleidete Forderung zu sprechen kommt, die meist aus den Reihen von Nicht-Muslimen erhoben wird:

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