»Der Spiegel« im Gotteswahn?


Der Spiegel betrachtet die Bibel vom rein wissenschaftlichen Standpunkt aus. Hilfreich kann das aber trotzdem sein Foto: Photographer:Ryk Neethling | CC BY 2.0
Die neue Ausgabe das Magazins Der Spiegel Geschichte widmet sich der Bibel. Das Heft bietet gute Informationen über die Welt des Alten und Neuen Testaments, Methoden der Bibelforschung und kann ein Augenöffner sein. Ein Plädoyer für den christlichen Glauben sollte der Leser aber nicht erwarten.


Von Swanhild Zacharias|pro Medienmagazin

Auf fast 150 Seiten erläutert das Spezialmagazin des Spiegel die Welt der Bibel. Viele Bilder von biblischen Orten, historischen Funden und Personen sind zu finden. Das macht die Texte anschaulich. Schon beim Lesen der ersten Seiten fällt auf: Obwohl es ein wissenschaftliches Magazin ist, sind die Inhalte auch für Laien gut verständlich. Vorkenntnis zur Bibel sind nicht von Nöten. Um Schauplätze und Begriffe zu verstehen, bietet das Magazin zum Beispiel zwei Karten zur Übersicht des Alten und des Neuen Testaments und ein Glossar im Anhang. Darin finden sich die wichtigsten Namen und Begriffe in der Bibel und vom alten Israel. So werden unter anderen die Begriffe Apokryphen, Jahwe, Messias oder Tora erklärt.

Im ersten Kapitel dreht sich alles um „Das Buch der Bücher“ im Allgemeinen. Es ist sozusagen eine Einführung in die Welt der Bibel mit einer Auflistung aller biblischen Bücher plus deren Inhalt und Hinweise über die Entstehung der Bibel und deren Bedeutung für heute. Das abschließende Fazit des Autors ist erfreulich: „Viele Mitteleuropäer ahnen kaum noch, welchen Reichtum das ‚unordentliche Buch mit 50.000 Textvarianten‘, so sarkastisch der Schriftsteller Arno Schmidt, zu bieten hat, wenn man nur wieder einmal darin stöbert.“ Darauf folgt ein Interview mit dem Bibelwissenschaftler Ernst Axel Knauf über die Entstehung der Bibel und deren Historizität. Knauf spricht als historisch-kritischer Wissenschaftler und so ist es kaum erstaunlich, dass er viele Begebenheiten und Personen des Alten Testaments für unglaubwürdig hält.

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1 Comment

  1. Ich tue mir das nicht an und kaufe diese Spüiegel Ausgabe. Nach Matussek habe ich lernen müssen, das in der Spiegel Redaktion die absonderlichsten Geister und Ersatzheiligen hausen, nicht was von denen kommt unterscheidet sich vom all-wisenden Geschwurbel des Vatikan Popanz. Der weiß alles, hat immer Recht und hat dabei nur Scheiße gebaut – wie etwa seine Mitwisserschaft an 30.000 Verschwundenen in Argentineien

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