Islamischer Staat freut sich auf Jürgen Todenhöfer


Jürgen Todenhöfer (2008), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0
„Der Journalist Jürgen Todenhöfer besucht das Kalifat und wird über die Dinge berichten, wie sie wirklich sind“, verkündet der IS auf Twitter. Ob der Publizist wirklich eine Visite plant, ist unklar.


Von Daniel-Dylan Böhmer und Eva-Marie Kogel|DIE WELT

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) freut sich offenkundig auf einen prominenten Gast aus Deutschland: Jürgen Todenhöfer, Ex-Politiker, Manager und Journalist. Und bekannt für publizistische Aktionen, die den westlichen Konsens im Umgang mit Terror, Krieg und Islamismus infrage stellen wollen. „Der Journalist Jürgen Todenhöfer besucht das Kalifat und wird über die Dinge berichten, wie sie wirklich sind“, heißt es in der Meldung eines Twitter-Accounts, der dem IS zugeordnet wird.

Mit eigenwilligen Gesprächspartnern hat Todenhöfer einige Erfahrung. So interviewte er zum Beispiel vor gut zwei Jahren – mitten im eskalierenden syrischen Bürgerkrieg – Diktator Baschar al-Assad. „Er ist ein stiller, nachdenklicher Mann“, schrieb Todenhöfer damals über Assad.

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