Kampagne gegen Hass-Propaganda


Facebook-Seite der Kampagne/BB
Facebook-Seite der Kampagne/BB
Die vom Familienministerium geförderte Kampagne laviert zwischen Aufklärung und Manipulation.


Sascha Pommrenke|TELEPOLIS

Die kürzlich gestartete Kampagne „Die Erben der Rose. Stoppt Hass-Propaganda! Erst prüfen, dann teilen“ hat sich zum Ziel gesetzt, „jugendliche Internet-Nutzer, aber auch Eltern, Lehrer und andere Multiplikatoren“ im Umgang mit propagandistischen Inhalten in sozialen Netzwerken zu sensibilisieren. Die „im Internet kursierenden Filme und Inhalte“ seien „professionell gemacht und nicht sofort als Propaganda zu erkennen“.

Auf der Kampagnenwebseite soll anhand von Beispielen aufgezeigt werden, wie Hass-Propaganda funktioniert und wie sie sofort erkannt werden kann. Ein notwendiges Anliegen. Doch gerade die Auswahl der Beispiele lässt an der Umsetzung des Vorhabens zweifeln. Es besteht die Gefahr, dass die Kampagne seitens einer involvierten Partei im Kampf um Deutungshoheit vereinnahmt wird. Damit würde die Kampagne nicht nur an Integrität verlieren, sondern sie würde selbst zu einem Instrument der manipulativen Meinungsbeeinflussung werden.

Der sogenannten Hasspropaganda will der Verein „Neues Potsdamer Toleranzedikt“, mit seiner vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ finanzierten Initiative, entgegentreten.

Propaganda ist eine Kampfansage an Aufklärung, Demokratie und Menschenrechte. Propaganda in den sozialen Netzwerken erreicht und manipuliert immer mehr Menschen, sie schürt und verbreitet Hass, Lügen und Vorurteile mit rasanter Geschwindigkeit. Solche Hass-Propaganda ist pures Gift für das friedliche Zusammenleben aller Menschen und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Dagegen müssen wir uns wehren. Deshalb unterstütze ich diese Kampagne.

Mit diesen Worten wird Hannelore Kraft auf der Webseite zitiert. Wahre Worte. Bleiben nur die Fragen, was wird überhaupt seitens der Kampagnenmacher als Propaganda wahrgenommen? Und wie soll sich dagegen gewehrt werden?

weiterlesen

1 Comment

  1. Hass und Verachtung ist ein Erbe der Menschen und wird durch Religionen „gefördert“,viele Wege der da oben sind die falschen,darüber sollte „debatiert“ werden,überall!

    Liken

Kommentare sind geschlossen.