Völkerrechtler: Klimawandel muss anerkannter Fluchtgrund werden


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Jährlich rund 27,5 Millionen Menschen müssen nach Schätzung des Schweizer Völkerrechtlers Walter Kälin vor Naturkatastrophen fliehen.


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Davon seien 80 bis 90 Prozent klimabedingt, sagte Kälin dem Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntagsausgabe). Nach seinem Empfinden sei das „eine sehr prägnante Gegenwart, die nicht genug registriert wird“, sagte das frühere Mitglied des UNO-Menschenrechtsausschusses.

Gebraucht würden deshalb Lösungen wie den Klimawandel als Fluchtgrund anzuerkennen. Bisher gebe es für diese Menschen keine legale Form der Wanderung, weshalb sie bislang unter einem hohen Maß an Unsicherheit leiden. Kälin schlug zudem vor, temporäre Arbeitsmigration zu ermöglichen, wenn beispielsweise die Heimat von einer Dürreperiode betroffen ist oder die Fischbestände zurückgehen. Am Montag beginnt im peruanischen Lima eine weltweite Klimakonferenz.

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