Anthropologie: Neuer Vorfahr des Menschen in Höhle entdeckt


Die Menschheitsgeschichte in Funden: Im Tschad wurden Überreste unserer frühesten Verwandten entdeckt. Foto: Infografik WELT ONLINE, Christian Schlippes
Die Menschheitsgeschichte in Funden: Im Tschad wurden Überreste unserer frühesten Verwandten entdeckt.
Foto: Infografik WELT ONLINE, Christian Schlippes
Aus der Rising-Star-Höhle in Südafrika haben Forscher Überreste einer unbekannten Art geborgen. Eine Sensation. Doch was bedeutet unsere neue Verwandtschaft für die Menschheitsgeschichte?


Von Norbert Lossau|DIE WELT

In einem unscheinbaren Gebäude auf dem Campus der Witwatersrand-Universität im südafrikanischen Johannesburg befindet sich ein weltweit einzigartiger Schatz. Professor John Hawks öffnet mit seiner Chipkarte Sicherheitsschleusen, die zu einem fensterlosen Raum führen. Drei der vier Wände sind mit großen Glasvitrinen zugestellt. Sie reichen fast bis zur Decke. Gefüllt sind sie mit Schädeln, Knochen, Zähnen und diversen Skelettfragmenten.

„Rund 1700 Fossilien befinden sich in diesem Raum“, schwärmt Hawks, „das ist Weltrekord!“ In der Mitte steht in einem Glaskasten das wertvollste Exponat: das Originalfossil des 1924 entdeckten Australopithecus africanus. Es wurde 1924 bei Steinbrucharbeiten in der Nähe des Ortes Taung im damaligen British Bechuanaland gefunden.

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