ZDF: Bedauerlicher Einzelfall Nr. 35


Links das Emblem des Bataillon Asow und rechts 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“
Links das Emblem des Bataillon Asow und rechts 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“
Dass in Lwow heute wie einstmals ukrainische Nazis kämpfen, wollte das ZDF wieder einmal nicht deutlich genug sagen. Das bringt erneut eine Programmbeschwerde ein.


Von Malte Daniljuk|TELEPOLIS

Armin Coerper unterhielt sich für das Heute-Journal des ZDF am Vorabend der Parlamentswahlen mit den Bürgern dieser westukrainischen Stadt. Dimitri Jarosch, der Chef der nationalsozialistischen Kampftruppe „Rechter Sektor“ darf kurz richtigstellen, dass er sich als ukrainischer Nationalist versteht und keinesfalls als Faschist oder Nazi bezeichnet werden möchte. Armin Coerper erwähnt immerhin, dass einige Anhänger des „Rechten Sektor“ das wohl falsch verstehen und ihren Chef „schon mal mit Hitlergruß“ begrüßen.

So ein ukrainischer Nationalist wie Stephan Bandera. Dessen Denkmal stellt das heute-journal kurz mit den Worten vor: „Er hat mit den Nazis paktiert gegen die Sowjets mit dem Ziel der Freiheit für sein Volk.“ Bis zu diesem Punkt hätte das ZDF sich noch entscheiden können, in welche Richtung der Beitrag läuft. Freiheitshelden oder Nazis? Man entschied sich wieder einmal für Freiheitshelden.

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1 Comment

  1. Selbst das „betuliche und staatstragende“ Bundesverfassungsg sieht den Öffentlich Rechtlichen Rundfunk inzwischen als gesetzwidrige „Staatssender“ an, weil die Politik in den Rundfunk rein-regiert., was nach dem Karlsruher Urteil aber gegen die Verfassung verstosse. 😉

    Der Zuschauer bleibt bei dem politischen Geschachere draussen vor. Dafür werden aber hohen gesetzliche Zwangsgebühren -als Vergnügungssteuer- ohne politische ProgrammTricks beim Bürger kassiert. 😉

    http://www.zeit.de/kultur/film/2014-03/zdf-gremien-verfassungsgericht-brender

    Die deutsche Justiz war schon immer auf dem ‚rechten Auge blind‘. 😉

    Da wundert es nicht, wenn unser politisierter Rundfunk von Merkel’s „Propagandaminister“ Seibert, wie das früher in Berlin hiess 😉 auf die „Atlantischen Werte“ der pro-ukrainischer NAZI’s und nicht mehr auf die Allgemeinen Menschenrechte für die russischsprachige Bevölkerung im Donbass (NAZI-Sprachgebrauch zwischen Lemberg, Galizien und Kiew: „Parasiten, Untermenschen, Kartoffelkäfer…“) eingeschworen wurde. 😉

    Da stören Berichte über ukrainischen Neo-NAZI Schergen – die offensichtlich im Gewerkschaftshaus von Odessa im Mai das Massaker an russisch-sprachigen Ukrainern mit mehr als 40 – über 100 Toten auf dem Gewissen haben unsere liebgewonnen völkischen Vorurteile. 😉

    Auf sowas „anheimenldes“ (Bild) kann man heute zwischen Lemberg und Kiew wieder stossen, wobei die Farben auf dem Hakenkreuz zeigen, gegen wen die ukrainischen „Freiheitskämpfer“ „völkisch“ vorgehen wollen. 😉

    Dass es dem ÖR am know-how fehle, um „NAZI Ukraine“ zu googeln und dann in der Sparte Bilder….mit tausende widerlichen NAZi Beweisen zu konfrontiert zu werden, ist eher unwahrscheinlich. Der 35. Einzelfall sozusagen! 😉 😉

    Offensichtlich wollen die Rundfunk/Fernseh-Redakteure dem Zuschauer nicht das wirkliche Geschehen in der Ukraine erschliessen, sondern lieber unsere „Atlantischen Werte“ verteidigen, auch wenn -wie die ehemalige Washingtoner Aussenamtsleiterin Condoleeza Rice den Krieg im mittleren Osten mal so verharmloste: „Das seien eben die „Geburtswehen“ der Demokratie“ – und in der Ukraine sind, die Neo NAZIs wohl deren Geburtshelfer. 😉

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