Urknall: Standardmodell der Kosmologie bestätigt – erneut


Expansion des Universums und Entwicklungsstadien als Modell (Bild: NASA / WMAP Science Team, Public Domain)
Expansion des Universums und Entwicklungsstadien als Modell (Bild: NASA / WMAP Science Team, Public Domain)
Neue Daten der Planck-Mission zum kosmischen Mikrowellenhintergrund verbessern unser Verständnis vom Beginn des Alls. Manche Astronomen sind dennoch enttäuscht.


Von Daniel Lingenhöhl|Spektrum.de

„Ich hatte gehofft, wir würden auf eine Anomalie stoßen“, mit diesen Worten beschrieb Nazzareno Mandolesi vom italienischen Nationalinstitut für Astrophysik in Bologna die neueste Auswertung von Daten der Planck-Mission, mit der er und seine Kollegen dem kosmischen Mikrowellenhintergrund nachspüren. Insgesamt bestätigten die neuesten Analysen erneut das Standardmodell der Kosmologie, so der Physiker, weshalb noch weniger Raum für neue Ansätze zum Verständnis des frühen Universums bliebe. So unterscheiden sich die absoluten Temperaturmessungen durch den Planck-Satelliten nur noch um 0,3 Prozent von jenen, die die NASA-Sonde WMAP erhoben hatte – eine Abweichung, die innerhalb der Messunsicherheit liegt. Die Planck-Forscher kommen zudem auf ein etwas höheres Alter des Weltraums und eine geringere gegenwärtige kosmische Expansionsgeschwindigkeit.

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