Christen sollten sich nicht gegen die Evolution wenden


Der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Reinhard Hempelmann. Foto: PR
Christen sollten sich nicht gegen die Evolutionstheorie wenden, sondern deren detailreiche Datenbasis zur Kenntnis nehmen. Diese Ansicht vertritt der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Reinhard Hempelmann (Berlin), in der Dezemberausgabe ihres Materialdienstes.


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Laut Hempelmann verzerrt die Vorstellung, dass Gott die Welt buchstäblich in sechs Tagen erschaffen hat (Kreationismus), den christlichen Glauben. Die biblischen Erzählungen von der Erschaffung des Menschen, ihrer Vertreibung aus dem Paradies und der Sintflut dürften nicht als Geschichte im historischen Sinne verstanden werden. Wer dies tue, betreibe „protestantischen Fundamentalismus“. Das Urteil von Fachwissenschaftlern gegenüber dem Kreationismus sei „durchweg ablehnend“. Der Kreationismus sei keine Wissenschaft und auch nicht in der Lage, die Evolutionstheorie zu widerlegen. Kritik übt Hempelmann an der evolutionskritischen Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ (Baiersbronn/Schwarzwald). Diese verkenne, dass die moderne Wissenschaft mit einem „methodischen Atheismus“ arbeiten müsse. Es gelte, die unterschiedlichen Weltzugänge von Religion und Wissenschaft zu unterscheiden. Die Studiengemeinschaft unterhält sechs Fachgruppen: Archäologie, Biologie, Geowissenschaften, Kosmologie, Physik und Wirtschaft.

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3 Comments

  1. Das mit den 6 Tagen steht doch in dem ewig absolut wahren Buch, dass der Heilige Geist den Analphabeten diktiert hat, lange bevor er selber geschaffen wurde.

    Ist dies Buch jetzt nicht menr wahr, was erklärt der himmlische Zombie dazu per rotem Telefon seinem irdischen Stellvertreter. Oder ist der gerade mit Kinderficken oder betäubte Opfer ersäufen (in Argentinien) ausgelastet und nimmt den Hörer nicht ab

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  2. Bei vielen Christen, vor allem bei den Fundamentalisten, macht sich der Hempelmann, mit seinen Ansätzen in Punkto Evolution, zum Hampelmann. Schade, aber Vernunftsansätze sind leider nicht so einfach zu übertragen. Erfolgsversprechend wäre letztlich nur eine bilaterale Distanzierung zur Religiotität.

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