BND lauscht bis heute bei der Telekom


Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in Berlin-Mitte, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/SPKrautkrämer
Jetzt ist es amtlich. Der ominöse „Betreiber“, bei dem der BND-Daten abfischte, um sie mit der NSA zu teilen, ist die Telekom. Update: Ex-Vorstandschef sagt, er wisse von nichts.


Von Anna Sauerbrey|DER TAGESSPIEGEL

Ab sofort darf man es sagen: Der BND hört bei der Telekom bis heute das Internet ab. Das bestätigte am Donnerstag ein Mitarbeiter des BND im NSA-Untersuchungsausschuss, nicht ganz absichtlich, aber doch deutlich genug.

Der Zeuge, der unter den Initialen S.L. auftrat, war bis 2008 Projektleiter der „Operation Eikonal“. In diesem Projekt arbeiteten die NSA und der BND zusammen, um Daten an einem Internetknotenpunkt in Frankfurt zu erfassen und zu analysieren. Die NSA half mit technischer Ausrüstung, der BND leitete die mithilfe dieser Technik gewonnenen Informationen an die NSA weiter.

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1 Comment

  1. Überraschung? 😉

    Der Historiker für Neuere Geschichte an der Uni Freiburg Prof. Josef Foschepoth hat die Unwirksamkeit des Post-und Fernmeldegeheimnis untersucht und sogar herausgefunden, dass bei der Wiedervereinigung die DDR und die BRD den Westlichen Alliierten das Fortbestehen der Überwachungsmassnahmen betätigt hat. Die DDR erhielt nun „Privileg“ auch von den Guten Überwachern betreut zu werden; deshalb sind die auch so überrascht und fühlen sich nun vom „Stasi Regen“ in die „NSA Traufe“ geraten. 😉 Foschepoth kommt zum Schluss:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/historiker-foschepoth-ueber-us-ueberwachung-die-nsa-darf-in-deutschland-alles-machen-1.1717216

    Das „Kasperltheater“ beginnt, wenn „freie“ Abgeordnete in vertraulichen Ausschüssen über das allumfassende Überwachungsprogramm im Postwesen und in der Telekommunikation durch NSA/BND/BAfVS belehrt werden. Dann ist er an ein jesuitisches Schweigegelübde gebunden und darf auch nicht mehr drüberSprechen, was er aus öffentlichen Quellen wie Büchern oder der Presse weiss, sonst kommt der Hammer der Justiz mit dem „Geheimnisverrat“, mit drm die Bundesregierung nun einige Abgeordnete bedroht. 😉

    Der langjährige Republikanische US Kongressabgeordnete Dr. Ron Paul lehnte deshalb alle „Einladungen“ der US GeheimDienste und des US Militärs zu US Kongress Untersuchungsausschüssen ab, weil er damit zum „Grossen Schweigen“ verurteilt worden wäre, auch wenn seine Quelle über Rechtsbrüche öffentlich waren. 😉 😉

    Offensichtlich haben unsere „Alliierten“ diese „bewährte“ Brandwand auch in unsere BT Ausschüssen eingebaut, um die Öffentlichkeit leichter über die wirklichen Zusammenhänge zu täuschen? 😉

    Selbst die Einladung Snowden’s zum Untersuchungsausschuss würde wahrscheinlich nicht weiterhelfen, wenn diese Sitzung nicht Öffentlich wäre. 😉 😉

    Schon Franz Kafka hat in seiner Erzählung „Der Prozess“ bürokratischen Irrsinn vortrefflich thematisiert….schon lange vor der Gründung der NSA.
    😉

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