Lettland: Politikerin dankt Nazis für die Erschießung Schwuler


Inga Priede postete dieses Bild von sich bei Twitter – wie einiges mehr. Bild: QUEER.DE
Die konservative lettische Politikerin trat nach homophoben Äußerungen auf Twitter zurück.


QUEER.DE

In Lettland hat eine Politikerin mit einem besonders homophoben Eintrag bei Twitter für einen Shitstorm gesorgt, der in ihrem Rücktritt endete.

Inga Priede, Vorsitzende des konservativen Parteienbündnisses „Einigkeit“ in Kandava und Mitglied des dortigen Stadtrats, hatte am Montag in einer Diskussion auf Twitter über Homosexuelle geschrieben: „Gott sei Dank! Die Deutschen haben sie seinerzeit erschossen. Die Geburtenrate ging nach oben.“

Priede hatte später den Tweet gelöscht und zunächst abgestritten, ihn verfasst zu haben. Als die Kritik zunahm, behauptete sie, die Floskel „Gott sei Dank“ habe sich auf eine früheren Tweet bezogen, in dem jemand gesagt hatte, dass es gut sei, dass Homosexuelle auswandern und anderswo ihre Partnerschaft registrieren lassen könnten.

Überzeugt hat diese Version offenbar wenige Personen, auch wegen der Aussage über die Geburtenrate. Nach anhaltendem Druck trat Priede am Dienstag von ihrem Parteiamt zurück. Die LGBT-Organisation Mozaika prüft eine Anzeige wegen Volksverhetzung und hat eine entsprechende Anfrage an die Polizei gestellt.

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