Dianne Feinstein im Zentrum des Grauens


Dianne Feinstein, Bild: wikimedia.org/PD
  • Die US-Demokratin Dianne Feinstein legt die Folterpraktiken der Bush-Regierung offen – als Kurzfassung eines Berichts, der etwa 6000 Seiten hat.
  • Darin dokumentieren die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses und ihre Mitarbeiter, wie die CIA Verdächtige durch Schlafentzug, Erniedrigung, Einzwängung und simuliertes Ertränken quälte.
  • Feinstein musste deshalb heftigste Anfeindungen überstehen, ihr Team wurde behindert und eingeschüchtert.

Von David Hesse|Süddeutsche.de

Grundsätzlich ist Dianne Feinstein eine Freundin intensiver Geheimdienstarbeit. Die umstrittene Datenabschöpfung durch die National Security Agency hat sie verteidigt, die Enthüllungen des Edward Snowden nannte sie einen Akt des „Verrats“. Wer Amerika vor neuen Terrorangriffen schützen wolle, sei auf solche Informationsbeschaffung eben angewiesen, sagte die Demokratin im Februar: „Du musst vorher wissen, was passieren wird. Sonst kommst du zu spät.“

Doch nicht jede Methode ist erlaubt. Seit bald sechs Jahren kämpft Feinstein, die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Senat, für die Aufarbeitung der Verschlepp- und Folterpraktiken unter George W. Bush. Schlafentzug, Erniedrigung, Einzwängung in enge Räume oder Kisten, simuliertes Ertränken: Nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 hat der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA Verdächtige systematisch solchen Behandlungen unterzogen. Das Programm der „erweiterten Verhörmethoden“ sei, so Feinstein, ein schrecklicher Fehler gewesen und hätte „niemals, niemals existieren dürfen“.

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1 Comment

  1. warum…..das ist doch nur ein sehr kleiner Teil von grausigen Methoden die offengelegt wurden weil es auch den Medien „bekannt“ war………….

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