Die Hirnforschung widerspricht der Gender-Ideologie


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Physiologie: Unterschiede zwischen Mann und Frau liegen in der Hirnstruktur.


kath.net

Die Ziele der Gender-Ideologie stehen im Widerspruch zu den Erkenntnissen der Hirnforschung. Diese Ansicht vertritt der Professor für Physiologie und Biokybernetik, Manfred Spreng (Erlangen), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). Der englische Ausdruck Gender bezeichnet das soziale oder psychologische Geschlecht einer Person im Unterschied zum biologischen Geschlecht. Die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive (Gender Mainstreaming) ist verbindliche Richtlinie für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und gilt auch in der evangelischen Kirche.

Spreng zufolge gibt es aber entscheidende Unterschiede der Anlagen von Mann und Frau. Sie lägen in der hormonellen und immunologischen Ausstattung sowie der unterschiedlichen Gehirnstruktur. Prägende Unterschiede entstünden bereits im Mutterleib.

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2 Comments

  1. Es geht nicht darum, ob Männer oder Frauen biologische Unterschiede in einer Reihe von Körperfunktionen und im Mittel unterschiedliche emotionale oder intellektuelle Dispositionen aufweisen – das bestreitet kein vernünftiger und informierter Mensch, auch nicht unter denen, die sich Gender auf die Fahne geschrieben haben. Es geht darum, ob daraus folgt, dass man Individuen aus diesem Grund von vornherein in vorbestimmte Rollen zwingt. Umso mehr, als wir wissen, dass die Variabilität zwischen den Individuen eines Geschlechts enorm ist. Das sollte auch Herrn Spreng bekannt sein, wenn er sich die Spannbreite der Begabungen und Dispositionen von Studenten vor Augen führt. Menschen sind darüber hinaus Kulturwesen und schon von daher nicht verpflichtet, ein vorgeblich biologiekonformes Leben zu führen.

    Darum eigentlich geht es in der Gender-Debatte, die natürlich auch ihre Exzesse kennt, an denen man sie aber nicht messen sollte. Oder soll man das Christentum auch an seinen Extremisten, katholisch oder evangelikal, messen? Oder an der Borniertheit von kath.net? Der Zölibat ist übrigens auch unnatürlich, ebenso dass sich männliche Religionsfunktionäre in grelle Kleidung werfen und mit Zierraten behängen, die traditionell eher zur Frauenkleidung gehören.

    Ideologie liegt darin, Leute intellektuell zu bedienen, die eine ewige Schöpfungsordnung zu kennen behaupten (die traditionell, allen marianischen Augenwischereien zum Trotz, die Unterordnung („Andersartigkeit“) der Frauen umfasst) und derart die Gesellschaft in Zucht und Ordnung nehmen wollen, darunter auch diejenigen, die nicht ihrem Glauben anhängen. Wir sehen nur wieder eine Variante der Technik, die wir auch von Herrn Blume & Co. kenne, nämlich religiöse Vorurteile und geistige Käfighaltungen „naturwissenschaftlich“ zu unterfüttern. Dafür sowie für kath.net & Co. sollte man sich eigentlich zu schade sein, nicht wahr, Herr Spreng? Das alles ist besonders kurios, wenn man bedenkt, in welchem Maße Religionen Kulturprodukte sind und „Unnatürliches“ oder „Widernatürliches“ umfassen.

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  2. Sehr gut.
    Jetzt fehlt nur noch der Kleine Sprung zu der Schlussfolgerung aus dieser Erkenntniss der neurologischen Unterschiede, dass Transfrauen weibliche und Transmänner männliche Gehirne haben und dementsprechend als echte Frauen, bzw. Männer anzusehen und zu akzeptieren sind.

    Mal schauen wie kath.net hier weiterdenkt. :p

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