PEGIDA: Malte Lehmigs kognitive Dissonanzen


Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
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Angeblich geht’s den Pegida-Demonstranten um Religion. Doch nur ein Bruchteil von ihnen dürfte je eine Kirche von innen gesehen haben. Denn der einzige Erfolg der DDR-Diktatur bestand in der Entchristianisierung der Bevölkerung. Das rächt sich jetzt.


Von Malte Lehmig|DER TAGESSPIEGEL

Die Demonstrationen der Pegida („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) haben ihren Schwerpunkt im Osten der Republik und vordergründig mit Religion zu tun. Doch in Wahrheit wird die Religion instrumentalisiert. Nur ein Bruchteil der Demonstranten dürfte je eine Kirche von innen gesehen oder eine Ahnung vom Wesen des Islam haben. Denn der einzige Erfolg der DDR-Diktatur, die den Atheismus zur Staatsdoktrin gemacht hatte, bestand in der Entchristianisierung der Bevölkerung.

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