Unter die Burka kann man einfach nicht blicken


Anne Will diskutierte mit ihren Gästen über das mögliche Verbot der Burka.Foto: ARD/Will
Bei „Anne Will“ ging es diesmal um zu viele Themen gleichzeitig. Aber dies machte eines deutlich: In der Auseinandersetzung um die Asylpolitik wird vor allem immer noch am Thema vorbeigeredet.


Von Thore Barfuss|DIE WELT

Nimmt man die reine Anzahl der verschiedenen Themen bei Anne Wills Talk zu „Deutsch-Gebot und Burka-Verbot?“, wäre statt „Wie viel Fremdheit verträgt Deutschland?“ wohl „Wie viele Themen verträgt eine Talkshow?“ ein passenderer Untertitel gewesen. Denn neben dem CSU-Leitantrag zur „Deutsch-Pflicht“ und der CDU-Parteitagsdebatte zur Burka wurde unter anderem noch über die Pegida-Demonstrationen, die EU-Flüchtlingspolitik und das Zuwanderungsgesetz für Deutschland gesprochen.

Der alleinige Blick auf die thematische – sagen wir – Vielfalt wird der Sendung allerdings nicht gerecht. Allein schon Anne Will hat sich für ihre gestrige Moderation ein Sonderlob verdient. Gleich zweimal nutzte sie ihre Interviewfähigkeiten, um CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer alt aussehen zu lassen.

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