Polen: Verfassungsgericht hebt Schächtverbot auf


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In Polen wurde auf Antrag der jüdischen Gemeinde das Schächtverbot durch das Bundesverfassungsgericht aufgehoben. Auch Muslime profitieren von dem neuen Gesetz. In Deutschland sind die Möglichkeiten für Muslime Tiere zu schächten begrenzt.


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Polens Verfassungsgericht hat das seit Januar 2013 im Land bestehende Verbot des Schächtens wieder aufgehoben. Die Verfassung garantiere die Religionsfreiheit und damit auch alle religiösen Rituale einschließlich des Schächtens, entschied das Gericht am Mittwoch. Ein Verbot des Schächtens sei verfassungswidrig. Das Gericht gab damit einem Antrag der jüdischen Gemeinde statt.

Religionsgemeinschaften begrüßen das Urteil
Der Vorsitzende des Jüdischen Gemeindebundes in Polen, Piotr Kadlcik, wertete das Urteil als wichtiges Signal dafür, dass in Polen die Rechte von Minderheiten nicht verletzt würden. Auch der Polnische Rat der Christen und Juden begrüßte das Ende des Schächtverbots. Polens katholische Bischofskonferenz hatte vergangenes Jahr die Wiederzulassung von rituellen Schlachtungen, wie sie im Judentum und Islam vorgeschrieben sind, gefordert.

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2 Comments

  1. Schächten, im katholisch motivierten Polen bald so selbstverständlich wie die Aneignung fremder Fortbewegungsmittel. Die Auswirkungen der praktischen Seite, der mosaisch-christlichen Moraltheologie.

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