Ärzteschaft lehnt Beihilfe zum Suizid grundsätzlich ab


Bild: letzte-hilfe.de
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Beihilfe zur Selbsttötung und Tötung gehören nicht zu den Aufgaben eines Arztes.


kath.net

In der Diskussion um die Regelung der Sterbehilfe hat die Ärzteschaft jede Mitwirkung an einer Beihilfe zur Selbsttötung abgelehnt. Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, betonte am Freitag in Berlin, «dass die Tötung des Patienten, auch wenn sie auf dessen Verlangen erfolgt, sowie die Beihilfe zum Suizid nicht zu den Aufgaben des Arztes gehören». Um die Einheit der Ärzteschaft in dieser Frage zu unterstreichen, waren alle 17 Präsidenten der Landesärztekammern gemeinsam vor die Presse getreten.

Länderspezifische Unterschiede bei der Umsetzung der Musterberufsordnung in den Landesärztekammern betreffen nach den Worten Montgomerys «nicht die Haltung». Diese sei «ebenso einheitlich wie eindeutig». Er wies auch den von der Politik vorgebrachten Vorwurf eines «Flickenteppichs» zurück. Für Bayern und Baden-Württemberg, die die Musterberufsordnung in dieser Frage nicht umgesetzt haben, sei dies durch die Grundaussagen zur ärztlichen Berufsordnung abgedeckt. Für alle Ärzte gelte: «Sie sollen Hilfe beim Sterben leisten, aber nicht zum Sterben.»

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1 Comment

  1. Dieses Argument wäre nur dann vernünftig, wenn Ärzte bei uns kein Monopol zur Behandlung von Patienten in kritischem Zustand hätten. 😉

    Mit diesem staatlich verordneten Behandlungsprivileg dürfen sich Ärzte nicht zu Handlangern einer kirchlichen Pflegemafia machen, die sogar gegen den erklärten Patientenwillen llebensverlängernd bei Schläuchemedizin in Pflegestufe 3 eingreifen will. Dagobert Duck Im Pflegeheim sozusagen…. ! 😉

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