Sterbehilfe: Dodo Lütz und die Lizenz dummes Zeug zu reden


Manfred_Lütz

Einem Menschen, der sein eigenes Leben für lebensunwert erklärt, darf man um der Menschenwürde willen nicht nachgeben. Selbstbestimmtes Sterben ist dennoch möglich: im Hospiz.


Von Manfred Lütz|Frankfurter Allgemeine

Gerade deutschen Psychiatern sollte es verboten sein, die verbrecherischen Reden deutscher Psychiater vor neunzig Jahren und die verbrecherischen Taten deutscher Psychiater vor siebzig Jahren in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Euthanasieaktion war nicht zuletzt eine psychiatrische Erfindung, der der Nationalsozialismus bloß seinen folgenreichen diabolischen Segen gegeben hat. Daraus erwächst deutschen Psychiatern eine besondere Verantwortung, die man nicht bloß in Gedenkveranstaltungen beschwören darf, sondern die sich in politischen Auseinandersetzungen bewähren muss.

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3 Comments

  1. Der Psychiater Lütz ist sicher etwas Markantes unter den katholischen Hallodris. Wer sich über sein intellektuelles Format unterrichten möchte, dem empfehle ich die Rezension seines Buches über Gott, die Edgar Dahl geschrieben hat (im Netz zu finden). Herr Lütz verbreitete sich auch vor geraumer Zeit einmal in dem Sinne, dass Nichtgläubige geistig und emotional verarmt seien und Nichtglauben fast schon eine Art psychischer bzw. psychiatrischer Störung darstelle. Und das war nicht erkennbar scherzhaft gemeint. Ich kenne diese Kombination von Jovialität an der Oberfläche und Malignität in der Tiefe aus dem rheinischen Katholizismus sehr gut. Zu der medizinischen Kompetenz und dem medizinischen Ethos des Dr. med. Lütz ließe sich auch etwas sagen, das ganz besonders apart, ein richtiges Schmankerl ist, das ich mir aber bei einem anderen Anlass auszuführen vorbehalte.

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  2. Religiot (klinische Definition des vormaligen Kollegen Prof. Franz Buggle 😉 ) Lütz schwingt wieder mal die „Euthanasiekeule“ aus dem umfangreichen Erbe unseres Nationalsozialistischen Unrechtsstaates 3. Reich und trifft dabei unheilbar Sterbende – wehrlos – in ihren Pflegebetten festgebunden (fixiert) und mit Schläuchen zum Erhalt des vegetativen Systems verkabelt. 😉 😉

    Wie weit hat sich der Arzt und Psychiater Lütz durch seine Katholische Ideologie „des Gekreuzigten“ eigentlich von den Allgemeinen Menschentechten und der Sebstbestimmung des Menschen abbringen lassen? 😉 😉

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    1. Alles schon dagewesen und neu aufgelegt von kompletten Idioten. Das Unwort „Drittes Reic“ ist zu ersetzen durch eine noch ausstehende Neuschöpfung der christlich-sozialen Union

      Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 basiert auf den Forderungen der Anstaltsleiter evangelischer Innerer Mission mit der Treysaer Erklärung von 1931. Direktor Karl Todt der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt und die Diakonie-Leiter feiern das neue Gesetz begeistert:
      „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“.

      Mit dem Gesetz werden Behinderte, Blinde, Taube, Stumme, Epileptiker, Alkoholiker, Homosexuelle, seelisch Kranke und politische Gegner als „schwachsinnig“ eingekerkert, wie es Martin Luther gefordert hat. Evangelische Heime wie Neuendettelsau in Bayern überweisen die Kranken ab 1940 an NSDAP Heime, welche die „Schwachsinnigen“ vergasen wie bereits auf der Treysa Konferenz der Inneren Mission gefordert.

      Pflegerin Pauline Kneissler der Euthanasieanstalt Schloss Grafeneck wählt täglich 70 Selektierte zur Vergasung aus. Sie rechtfertigt das als frommer Christ weil der „Tod durch Gas nicht wehtut“, was deutlich macht was religiöse Erziehung bei Menschen bewirkt – unverantwortlich und schwachsinnig.

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