Dieter Nuhr: „Über den Islam reden führt zu körperlicher Gewalt“


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Dieter Nuhr äußert sich in einem Interview erneut zum Thema Religionskritik. Der Comedian kritisiert besonders die Vertreter des Islams: Eine kritische Auseinandersetzung sei nur schwer möglich.


DIE WELT

Es war eine der Debatten des Jahres. Im Oktober 2014 erstattete der Osnabrücker Muslim Erhat Toka Anzeige gegen den Comedian Dieter Nuhr. Sein Vorwurf lautete „Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften“. Nuhr hatte in seinem Programm das islamische Frauenbild wie folgt beschrieben: „Im Islam ist die Frau zwar frei, aber in erster Linie frei davon, alles entscheiden zu müssen.“ An anderer Stelle sagt er: „Wenn man nicht wüsste, dass der Koran Gottes Wort ist, könnte man meinen, ein Mann hätte ihn geschrieben.“

Die Anzeige sorgte deutschlandweit für Diskussion: Was darf Satire – was nicht?

In einem Interview mit dem Online-Magazin „Planet Interview“ äußert sich Nuhr nun erneut über den Islam, Religionskritik sowie über die Linke und den IS-Terror. Anlass ist sein Jahresrückblick, der am 18. Dezember in der ARD ausgestrahlt wird.

Das Ermittlungsverfahren gegen Nuhr wurde eingestellt – er sagt, er habe „von behördlicher Seite“ noch nicht mal eine Mitteilung bekommen, habe von der Anzeige nur „aus der Zeitung“ erfahren. Trotzdem kommt er noch mal auf den Vorfall zu sprechen: „Mich stört, wenn ein Salafist meint, ich dürfe über ihn und sein Verhalten keine Witze machen, weil er einem bestimmten religiösen Glauben anhängt. Das finde ich lächerlich. Ich glaube, dass Toleranz notwendig ist, auch für Satiriker.“

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